
Jesper Philipsen freut sich über den Sieg. © APA/afp / GONZALO FUENTES
Ein emotionaler Sieg bei der Tour de France
Jasper Philipsen ließ sich überglücklich auf den Asphalt in Voiron fallen, nachdem der einstige Sprintkönig doch noch zu seinem Happy End bei der Tour de France gerast war.
22. Juli 2026
Von: dpa/det
„Es ist immer seltsam nach so einer langen Leidenszeit zu gewinnen, aber du darfst nie aufgeben, musst immer kämpfen. Ich bin sehr stolz, sehr glücklich, dass ich es am Ende geschafft habe“, sagte der belgische Highspeed-Sprinter nach seinem Sieg auf der 17. Etappe.
Nach all den Pleiten, Pech und Pannen hat es Philipsen bei der letzten Chance für die Sprinter doch noch geschafft. „Ich war in der Phase des Misserfolgs nicht leicht zu ertragen für meine Mannschaftskameraden. Jeden Abend war ich über mich selbst enttäuscht, aber die Kollegen haben mich unterstützt und aufgeheitert“, berichtete Philipsen. Einen Tag nach dem dramatischen Sturz-Aus von Florian Lipowitz siegte der Sprinter nach 174,7 Kilometern vor dem Schweizer Mauro Schmid und dem Niederländer Olav Kooij.
Jasper Philipsen ließ sich zu Boden fallen. © APA/afp / GONZALO FUENTES
Philipsen, der nun elfmaliger Tour-Etappensieger ist, musste lange auf sein Erfolgserlebnis warten. In den ersten Sprints war er trotz Super-Anfahrer Mathieu van der Poel nicht konkurrenzfähig. Schon bei der Tour 2025 war es für den 28-Jährigen nicht nach Wunsch gelaufen. Zum Auftakt hatte er zwar die Etappe und das Gelbe Trikot geholt, zwei Tage später musste er nach einem Sturz mit einem Schlüsselbeinbruch und einer Rippenfraktur aufgeben. Am Mittwoch platzte endlich der Knoten.
Favoriten mit Bummel-Etappe
Die Favoriten um Spitzenreiter Tadej Pogacar gönnten sich vor den drei schweren Alpen-Etappen einen „Ruhetag“ und erreichten mit einem Rückstand von fast neun Minuten das Ziel. Damit liegt der slowenische Weltmeister im Gesamtklassement weiter 4:32 Minuten vor Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel aus Belgien. Dritter ist Pogacars Teamkollege Isaac del Toro aus Mexiko mit einem Rückstand von 6:51 Minuten.Ab Donnerstag geht es in die Alpen, wenn erst die Bergankunft in Orcières-Merlette und danach das doppelte Spektakel im Radsport-Mekka Alpe d'Huez ansteht. Dann sind die Stars der Branche gefordert. Pogacar scheint auf dem Weg zum fünften Toursieg kaum mehr zu stoppen zu sein.
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