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Remco Evenepoel zeigte eine exorbitante Zeitfahr-Performance und deklassierte die gesamte Konkurrenz. © ANSA / Javier Lizon

Evenepoel mit außerirdischer Leistung

Spitzenreiter Remco Evenepoel hat das Einzelzeitfahren der Spanien-Rundfahrt in überlegener Manier dominiert. Der belgische Jungprofi war am Dienstag nach 30,9 Kilometern von Elche nach Alicante 48 Sekunden schneller als der zweitplatzierte Vorjahressieger und amtierender Olympiasieger im Zeitfahren Primoz Roglic.

Dritter wurde der französische Zeitfahrspezialist Remi Cavagna, der früh ins Zeitfahren gestartet war und nach einer starken Fahrt über zwei Stunden im Leader-Stuhl verbrachte, ehe der drittletzte und der letzte Athlet auf der Strecke ihm den erhofften Tagessieg wegnahmen. Am Ende war Evenepoel nochmals eine Minute schneller als sein Teamkollege.


Evenepoel gilt als ausgewiesener Zeitfahrspezialist, mit einer derart Wahnsinnsvorstellung hätten aber wohl nur die Wenigsten gerechnet. Nach 33:18 Minuten Fahrzeit betrug seine Durchschnittsgeschwindigkeit 55.68 Kilometer die Stunde, nur 14 Fahrer schafften es unter zwei Minuten Rückstand zu bleiben.

In der Gesamtwertung baute Evenepoel durch den Erfolg seinen Vorsprung auf 2:41 Minuten vor dem Slowenen Roglic aus. Enric Mas ist erwartungsgemäß auf den dritten Rang abgerutscht und liegt nur noch knapp vor seinen jungen Landsmann Carlos Rodriguez, der als Tages-Vierter ein klasse Zeitfahren zeigte.

Ein Fauxpas erlebte Mitfavorit Hugo Almeida. Anstatt gerade weiterzufahren, bog er gut 125 Meter vor dem Ziel links ab und nahm die Ausfahrt der Teamautos. Durch dieses Missgeschick büßte er knappe 20 Sekunden ein und wurde nur 15.

Corona-Alarm auch bei der Vuelta
Derweil häufen sich die Corona-Fälle. Zum Zeitfahren trat der Brite Ethan Hayter nicht mehr an, wie dessen Team Ineos mitgeteilt hatte. Auch der zweimalige Etappensieger Sam Bennett wurde am Dienstagmorgen positiv getestet, teilte das deutsche Team Bora-Hansgrohe per Twitter mit. Am Ruhetag am Montag wurde zuvor der Däne Mathias Norsgaard aus dem Movistar-Team positiv getestet. Seit dem Auftakt der Vuelta am 19. August schied bereits mehr als ein Dutzend Fahrer wegen positiver Corona-Befunde aus. Bei der Tour de France mussten im Juli 17 positiv getestete Profis das Rennen vorzeitig beenden.

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