E Rennrad

Die Gesamtsieger des Giro delle Dolomiti 2022 stehen fest: Thomas Gschnitzer und Janine Meyer.hk © hkmedia

Giro delle Dolomiti: Gschnitzer und Meyer holen sich den Gesamtsieg

Die Gesamtsieger des 45. Giro delle Dolomiti heißen Thomas Gschnitzer (Sterzing) und Janine Meyer (Köln). Dem Südtiroler Lokalmatador genügte am Freitag ein zweiter Platz, um seine Spitzenposition im Klassement gegen den Kolumbianer Antonio Donado zu verteidigen.

Meyer gewann hingegen auch die fünfte Etappe, weshalb die 43-Jährige bei der diesjährigen Rundfahrt ungeschlagen blieb. Der Giro delle Dolomiti wird am Samstag mit einem Mannschaftszeitfahren in Trient abgeschlossen, dessen Ergebnisse aber nicht mehr in die Einzelwertung einfließen.


Die fünfte Etappe verlangte den Radlerinnen und Radlern aus 23 verschiedenen Nationen am Freitag auf einer Gesamtstrecke von 114,8 Kilometern mit fast 3.000 Höhenmetern alles ab. Von der Messe Trient ging es in südlicher Richtung nach Aldeno, schließlich weiter zum Cei See und über den Bordala-Pass bis nach Arco. Anschließend fuhr das Feld in nördlicher Richtung am Cavedine See und am Toblino See vorbei, ehe wenig später das 21 Kilometer lange Bergzeitfahren mit 1.199 Höhenmetern auf den Monte Bondone begann.

Packendes Duell: Sterzing gegen Kolumbien
Dort nahmen einmal mehr Thomas Gschnitzer aus Sterzing und der Kolumbianer Antonio Donado die Hauptrolle ein. Das Duo lieferte sich wie schon auf den ersten vier Teilstücken ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das am Ende Donado mit einer Zeit von 54.18,25 Minuten für sich entschied. Weil Gschnitzer aber lediglich 26 Hundertstelsekunden auf den 37-jährigen Südamerikaner einbüßte, verteidigte der Wipptaler das weiße Giro-Leader-Trikot und stand am Monte Bondone als Gesamtsieger fest.
Nervenaufreibende Woche für Gschnitzer
„Ich habe mein Ziel mit der Titelverteidigung mehr als erreicht und bin natürlich überglücklich, dass es damit geklappt hat. Es war in den vergangenen zwei, drei Tagen brutal nervenaufreibend. Lieber wäre mir gewesen, wenn die Ausgangslage ein wenig klarer gewesen wäre – eventuell auch zu Antonios Donado Gunsten. So knappe Geschichten mag ich nicht sehr gerne. Es war eine tolle Woche, ich habe wieder viele neue Bekanntschaften gemacht und das macht den Giro delle Dolomiti für mich so speziell“, war Gschnitzers erste Reaktion im Ziel.

„Das war eine brutal harte Woche. Auch heute war es beim Start wieder extrem heiß. Beim Bergzeitfahren habe ich einige Angriffe gesetzt, aber Thomas reagierte immer sofort und war bereit. Ich bin zwar knapp vor ihm über die Ziellinie gerollt, aber es war nicht genug, um mir den Gesamtsieg zu holen. Trotzdem bin ich sehr zufrieden und dankbar – auch für diese tolle Erfahrung und die sehr gute Organisation“, gab indessen Donado zu Protokoll. Platz drei ging sowohl beim Bergzeitfahren am Freitag, als auch in der Gesamtwertung an den Spanier Iraitz Goñi Diaz, der sich gegen den Bozner Raphael Tiziani behauptete.
Fünf auf fünf: Meyer setzt die Siegestour fort
Bei den Frauen setzte Janine Meyer ihre beeindruckende Siegestour fort. Die 43-Jährige aus Köln entschied am Freitag auch die fünfte Etappe für sich. In 1:01.20,72 Stunden erzielte die Deutsche die insgesamt 10.-schnellste Zeit und gewann die Gesamtwertung überlegen, in der sie den insgesamt neunten Platz (!) einfuhr. Stark unterwegs war auch Meyers ärgste Widersacherin: Julia Jedelhauser aus Marktoberdorf im Allgäu landete am Freitag im Gesamtklassement in 1:03.48 Stunden an 15. Stelle.

„Das Anstrengende heute war, dass das Bergzeitfahren fast ganz zum Schluss der Etappe stattfand. Es war zu Beginn auch sehr heiß. Auf dem zeitgestoppten Abschnitt war es dann bewölkt und es begann leicht zu nieseln – das war äußerst angenehm. Über den Gesamtsieg freue ich mich natürlich sehr“, diktierte Meyer den anwesenden Medienvertretern in die Aufnahmegeräte.

Der Giro delle Dolomiti war erneut ein voller Erfolg.

Jedelhauser meinte: „Mir kam heute sicher das Streckenprofil ein wenig entgegen, denn es war nicht ganz flach, aber auch nicht extrem steil. So mittlere Steigungen mag ich einfach. Am Ende der Regen war auch für mich eine Erleichterung und angenehm, denn vorher war es sehr warm.“ Ursula Armbruster, ebenfalls aus Deutschland, landete in der Tageswertung auf dem dritten Rang und verteidigte diese Position auch im Klassement.

Der 45. Giro delle Dolomiti wird am Samstag mit dem mittlerweile traditionellen Mannschaftszeitfahren (7,9 Kilometer/8 Höhenmeter) abgeschlossen, welches in Romagnano auf einem Teil jener Strecke gefahren wird, auf der im vergangenen Jahr die Rad-Europameisterschaften ausgetragen wurden. Die gesamte Etappe, die im Stadtzentrum von Trient beginnt, ist 25,7 Kilometer lang und weist 84 Höhenmeter vor.

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.
Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen Sie Ihre Daten: Die Eingabe von Adresse, Ort, PLZ & Telefon ist verpflichtend, um einen Kommentar absenden zu können.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 First Avenue GmbH