E Rennrad

Bei der Polen-Rundfahrt kam es zu einem brutalen Sturz. © APA/afp / SZYMON GRUCHALSKI

Groenewegen entschuldigt sich: „Kann keine Worte dafür finden“

Der Niederländer Dylan Groenewegen hat sich für die Verursachung des Massensturzes zum Auftakt der Polen-Radrundfahrt am Mittwoch bei seinem schwer verletzten Landsmann Fabio Jakobsen entschuldigt.

„Ich finde es fürchterlich, was passiert ist. Ich kann keine Worte dafür finden, wie sehr es mir für Fabio und die anderen Involvierten leidtut“, so Groenewegen in einer Mitteilung seines Jumbo-Teams.

Jakobsen war auf der Ziellinie der ersten Etappe an der Spitze des Massensprints von Groenewegen in die Absperrungen gedrängt worden. Der 23-Jährige krachte durch die Werbebanden in eine Betonabsperrung und zog sich dabei unter anderem schwere Gesichtsverletzungen zu. Jakobsen musste notoperiert werden und ins künstliche Koma versetzt werden.

Keine Lebensgefahr mehr
Mittlerweile besteht keine Lebensgefahr mehr. „Die Versuche, den Patienten aus dem künstlichen Koma zu holen, werden schrittweise erfolgen“, sagte ein Sprecher des Krankenhauses in Sosnowiec (Polen) laut Nachrichtenagentur PAP am Donnerstag. Übeltäter Groenewegen wurde für sein Vergehen jedenfalls massiv kritisiert.

Dylan Groenewegen zeigt Reue. © APA/afp / PHILIPPE LOPEZ


„Ich denke die ganze Zeit an Fabio“
Dylan Groenewegen

„Alles was jetzt zählt, ist Fabios Gesundheit. Ich denke die ganze Zeit an ihn“, meinte Groenewegen, der wie andere Fahrer ebenfalls zu Sturz gekommen war und sich einen Schlüsselbeinbruch zuzog. Er wurde von der Rundfahrt ausgeschlossen, außerdem drohen ihm Sanktionen durch den Radsport-Weltverband.
Ermittlungen laufen
Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen bereits eingeleitet. Die Behörde will herausfinden, ob jemand Schuld an der Verletzung Jakobsens und eines Mitarbeiters trägt, oder ob sie Folge eines Unglücks waren.

„Wir haben bislang drei Zeugen gehört, darunter auch einen Vertreter der Organisatoren des Rennens“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Katowice (Polen) am Donnerstagabend laut der Nachrichtenagentur PAP. Weitere Zeugen sollten gehört werden, auch wolle die Staatsanwaltschaft das Beweismaterial analysieren. Zuvor hatte die Polizei Material sichergestellt, darunter auch die Fahrräder der Radprofis und Videoaufnahmen vom Unfallhergang.

Autor: dl/dpa/apa/reuters

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210