
Auf die Radsportler warten fünf anspruchsvolle Etappen.
In die Pedale, fertig, los: Der Giro delle Dolomiti kann beginnen
Vorhang auf für die 49. Ausgabe des Giro delle Dolomiti. Südtirols größte und beliebteste Radrundfahrt steigt in der kommenden Woche. Auf fünf Etappen an fünf Tagen werden die malerischen Pässe und Berge der Dolomiten erkundet.
10. Juli 2026
Von: pm
Die Faszination des Giro delle Dolomiti zieht Jahr für Jahr Hunderte Radfahrerinnen und Radfahrer in seinen Bann. So auch 2026, wenn die beliebte Radrundfahrt seiner 49. Auflage entgegensteuert. Die letzte Ausgabe vor dem großen 50. Jubiläum steigt in der kommenden Woche von Montag, 13. bis Freitag, 17. Juli und „entführt“ seine Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die schönsten Bergpässe des Weltnaturerbes Dolomiten.
Dabei bietet der Giro delle Dolomiti ein einzigartiges Format. Nicht die ganze Strecke wird zeitgestoppt, sondern nur je ein wenige Kilometer langer Abschnitt pro Etappe. Auf diesen Crono-Stücken geht es um den Gesamtsieg. Der Rest der Etappe wird im angenehmen Tempo in einer kompakten Gruppe gefahren, damit das Panorama und die Idylle der Dolomiten mit allen Sinnen aufgesogen werden können. Für dieses Format haben sich auch heuer wieder zahlreiche Pedalritter angemeldet: Über 250 Radsport-Begeisterte aus 25 verschiedenen Nationen, auch von anderen Kontinenten, werden kommende Woche dabei sein.
Der Giro delle Dolomiti startet am kommenden Montag.
Unter ihnen finden sich auch einige Anwärter auf den Gesamtsieg. Bei den Damen dürfte die Deutsche Julia Jedelhauser, Vorjahreszweite und Siegerin des Giro delle Dolomiti 2024, die Gejagte sein. Konkurrenz aus Südtirol bekommt sie in erster Linie von der Neumarkter Ex-Mountainbikerin Julia Tanner. Bei den Herren sind zwei Südtiroler die Favoriten: Georg Widmann aus Tramin wurde im Vorjahr Zweiter und ist heuer der Mann, den es zu schlagen gilt. Der Sarner Eduard Rizzi ist hingegen ein echter Giro-Routinier und kann im Optimalfall ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden.
Das sind die fünf Etappen
Das Programm für den 49. Giro delle Dolomiti steht schon seit Monaten fest. Die erste Etappe am Montag, 13. Juli führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Messe Bozen, welche einmal mehr das logistische Zentrum der Veranstaltung bildet, auf den Niger- und Karerpass. Der zeitgestoppte Abschnitt beginnt in St. Zyprian und endet am Nigerpass. Mit Leon Haselrieder (Kunstbahnrodeln) und Raphael Mahlknecht (Telemark) werden für die Startetappe auch zwei Südtiroler Wintersport-Profis erwartet. Tags darauf steht mit der Sellaronda ein Klassiker auf dem Programm, wobei dieses Teilstück mit einer Länge von 107 Kilometern und über 3000 Höhenmetern auch die Königsetappe des diesjährigen Giros bildet. Zeitgestoppt wird auf dem Abschnitt zwischen Kolfuschg und dem Grödnerjoch.Dafür steht am Mittwoch, 15. Juli etwas ganz Kurzes auf dem Programm. Die Etappe führt dieses Mal nämlich „nur“ von Bozen auf den Ritten, genauer gesagt nach Klobenstein, wobei zwischen Rentsch und Weber im Moos auch das Bergzeitfahren ohne Verkehr steigt. Die 20,5 Kilometer lange Tour wird schon am Vormittag zu Ende sein.
Am Donnerstag geht das Giro-Abenteuer wieder mit einer langen Etappe (88,7 km und 2.492 Hm) weiter. Diese führt ins Trentino, in die Palagruppe, startet in Predazzo und führt um das größte Bergmassiv der Dolomiten. Hier zählt der Abschnitt zwischen Bellamonte und dem Passo Rolle für die Gesamtwertung. Abgeschlossen wird der 49. Giro delle Dolomiti am Freitag mit der Etappe auf den Tschögglberg in die Dörfer von Mölten und Jenesien. Zeitgestoppt wird hierbei von Terlan nach Verschneid.
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