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Besonders die Stürze auf den Schlusskilometern sorgen für immer mehr Aufsehen. © APA/afp / CHRISTOPHE ENA

Nach Massenstürzen: Renndirektor weist Kritik zurück

Renndirektor Thierry Gouvenou hat die Kritik an der Streckenführung der 108. Tour de France zurückgewiesen. „Es ist immer einfach zu sagen, dass es gefährlich ist, aber man muss erkennen, dass es immer schwieriger wird, Zielorte zu finden“, sagte Gouvenou der Sportzeitung „L'Equipe“ mit Blick auf die schlimmen Stürze auf der dritten Etappe am Montag.

„Für diese Etappe mussten wir Lorient, Lanester, Hennebont und Plouay von der Liste streichen, was uns zu gefährlich erschien. Wir haben keine mittelgroße Stadt mehr ohne Verkehrsinsel, Kreisverkehr oder Verengung“, so Gouvenou. Vor zehn Jahren habe es bei der Tour de France 1100 gefährliche Punkte gegeben. „In diesem Jahr sind wir bei 2300.“


Am Montag hatte es am Ende der Etappe mehrere Stürze gegeben. Dabei erwischte es auch den slowenischen Vorjahreszweiten Primoz Roglic, der mit Schmerzen am Steißbein und einem Rückstand von über einer Minute das Ziel erreichte. Der australische Topsprinter Caleb Ewan ging im Schlusssprint zu Boden und erlitt einen Schlüsselbeinbruch. Zuvor hatte sich der britische Ex-Sieger Geraint Thomas die Schulter ausgekugelt.

Auch die Fahrer wehren sich
Wie der Kölner Radrennfahrer Nils Politt erklärte, waren die Fahrer vor der Etappe bei der Rennleitung vorstellig und baten darum die Drei-Kilometer-Regel bereits acht Kilometer vor dem Ziel anzuwenden. Diese besagt, dass innerhalb dieses Bereichs alle Fahrer mit der gleichen Zeit gewertet, auch wenn sie durch einen Sturz aufgehalten werden. Dies wurde von der Jury abgelehnt. „Man sieht das Ergebnis. Das ist einfach kriminell. Es ist schade, so viele Fahrer am Boden liegen zu sehen“, sagte Politt dem ZDF.

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