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Mark Cavendish holte sich den Etappensieg. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Nach Tour-Warnstreik rast Altmeister Cavendish ins Glück

Nach dem Warnstreik eines früh geschundenen Fahrerfeldes hat ein Altmeister auf der 4. Etappe der 108. Tour de France die Zeit zurückgedreht: Fünf Jahre nach seinem zuvor letzten Etappensieg präsentierte Sprint-Star Mark Cavendish wieder einmal die schnellsten Beine. Der inzwischen 36-jährige Brite spielte auf der vierten Etappe in Fougeres seine Klasse aus, triumphierte mit einer guten Radlänge Vorsprung auf Nacer Bouhanni (FRA) und Jasper Philipsen (BEL).

Leader Mathieu van der Poel bekundete keine Mühe, das Gelbe Trikot des Gesamtführenden einen weiteren Tag zu verteidigen. Cavendish, der erstmals seit drei Jahren wieder die Frankreich-Rundfahrt bestreitet, war nach seinem 31. Tour-Etappensieg völlig aufgelöst. „Einfach nur hier zu sein ist schon besonders für mich“, sagte der Deceuninck-Profi, der zudem ins Grüne Trikot des Punktebesten schlüpfte. „So viele Menschen haben nicht mehr an mich geglaubt. Aber dieses Team tut es.“


Zu Beginn der Etappe hatte das Feld mit einer Protestaktion die Streckenführung kritisiert, nachdem es am Montag mehrere gefährliche Stürze gegeben hatte. Etwa 900 Meter nach dem Start in Redon hielt das Peloton für gut eine Minute an, ehe es in sehr langsamer Fahrt weiterging.

Allerdings wurde in den Szenen auch klar, dass im Feld keine Einigkeit herrscht. Eigentlich war geplant, direkt bei Kilometer null anzuhalten, doch die Fahrer an der Spitze um den Franzosen Julian Alaphilippe fuhren nach der neutralisierten Phase langsam weiter. Erst als der deutsche Sprinter Andre Greipel und sein Teamkollege Rick Zabel sich an die Spitze des Feldes setzten, wurde angehalten.

Der Renndirektor weist die Kritik zurück
Renndirektor Thierry Gouvenou wies die Kritik zurück. „Es ist immer einfach zu sagen, dass es gefährlich ist, aber man muss erkennen, dass es immer schwieriger wird, Zielorte zu finden“, sagte Gouvenou der Sportzeitung L'Equipe mit Blick auf die schlimmen Stürze auf der dritten Etappe am Montag.

„Für diese Etappe mussten wir Lorient, Lanester, Hennebont und Plouay von der Liste streichen, was uns zu gefährlich erschien. Wir haben keine mittelgroße Stadt mehr ohne Verkehrsinsel, Kreisverkehr oder Verengung“, so Gouvenou. Vor zehn Jahren habe es bei der Tour de France 1.100 gefährliche Punkte gegeben. „In diesem Jahr sind wir bei 2.300.“

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