
Florian Lipowitz kam schwer zu Sturz. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT
Nächster Tour-Schock! Auch Lipowitz stürzt schwer
Beim Sturz-Aus von Florian Lipowitz hat Olympiasieger und Weltmeister Remco Evenepoel das einzige Einzelzeitfahren bei der diesjährigen Tour de France gewonnen.
21. Juli 2026
Von: dpa/dl
Der Belgier siegte in seiner Paradedisziplin mit einem Abstand von 28 Sekunden auf den Gesamtführenden Tadej Pogacar. Auf den 26,1 Kilometern zwischen Evian-les-Bains und Thonon-les-Bains auf der 16. Etappe stürzte der beste deutsche Radprofi Florian Lipowitz in einer Kurve und musste das Rennen aufgeben.
In der Gesamtwertung liegt Pogacar weiter an der Spitze der Gesamtwertung. Der Slowene liegt mit einem Abstand von 4:32 Minuten vor Evenepoel. Dritter ist der Mexikaner Isaac del Toro 6:51 Minuten hinter Pogacar. Nach Jonas Vingegaard, der am Sonntag gestürzt war und sich das Schlüsselbein brach, ist mit Lipowitz der nächste Mitfavorit auf Platz zwei bei der Tour also ausgeschieden. Im Vorjahr war der 25-Jährige aus Baden-Württemberg Gesamtdritter geworden.
Lipowitz raste mit hohem Risiko in eine Kurve – dann rutschte der deutschen Radsport-Hoffnung das Vorderrad weg, mit dem harten Aufschlag auf dem Asphalt endete seine Tour de France. Acht Kilometer vor dem Ziel des Einzelzeitfahrens stieg der 25-Jährige in den Krankenwagen, hielt sich dabei den Arm.
Evenepoel siegt und denkt an Lipowitz
„Ich habe gehört, dass Florian gestürzt ist. Das gibt dem ganzen einen faden Beigeschmack. Ich wünsche ihm gute Besserung“, sagte der spätere Etappensieger und Lipowitz-Teamkollege Remco Evenepoel. Unweit des Genfersees preschte Olympiasieger Remco Evenepoel über den Zielstrich und ließ sich in seiner Paradedisziplin nicht stoppen. Es war bereits erwartet worden, dass der Belgier am Nationalfeiertag seines Heimatlandes den Abstand auf Lipowitz vergrößert. Doch nicht auf diese Weise.Remco Evenepoel holte sich wie erwartet den Sieg im Zeitfahren. © APA/afp / JEFF PACHOUD
Beide starteten als gleichberechtigte Kapitäne bei der Tour. Mit der Zeit stellte sich Evenepoel als der bessere Fahrer heraus. Nach der schwierigen Tourmalet-Etappe hatte der Belgier auch heftige Kritik am Deutschen geübt. Nach außen wurde aber immer wieder betont, dass sich beide gut verstehen.
Nach drei Etappen, bei denen besonders die Favoriten um die Gesamtwertung im Mittelpunkt standen, könnten am Mittwoch möglicherweise noch einmal die Sprinter im Fokus stehen. Auf den größtenteils flachen 174,7 Kilometern zwischen Chambery und Voiron stehen zwar erst einige leichte Anstiege an, aber zum Ende hin könnte es zu einem letzten Massensprint kommen – vielleicht jubelt aber auch ein Ausreißer.
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