
8.008 Fahrer gingen bei der Maratona dles Dolomites an den Start. © Alta Badia Brand
Neuer Streckenrekord bei der Maratona dles Dolomites
Die 39. Ausgabe der Maratona dles Dolomites stand unter dem Motto Pax (Frieden) und führte über die Dolomitenpässe, die für einen Tag für den Verkehr gesperrt waren. Bei strahlendem Sommersonnenschein gingen Luca Cavallo und Janine Meyer als Sieger der Langstrecke hervor.
05. Juli 2026
Von: pm
Unter dem Leitmotiv Pax führte die diesjährige Ausgabe über die drei klassischen Strecken, die die Dolomitenpässe durchqueren, ein weltweit einzigartiges Natur- und Sporterbe. Mit dabei waren insgesamt 8.008 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (7.002 Männer und 1.006 Frauen) aus aller Welt, die bereit waren, die Anstrengung des Radfahrens in eine gemeinsame Geste des Friedens zu verwandeln.
Am Start in La Villa, traditionell eröffnet von Michil Costa auf seinem historischen Fahrrad, setzte sich die lange, farbenfrohe Schlange der Radfahrer in Richtung Campolongo in Bewegung. Über den Bergen zeigte sich ein klarer Himmel, das Licht war kristallklar, und die Dolomiten schienen die Reise der Tausenden von Menschen zu begleiten, die durch dieselbe Leidenschaft und denselben Wunsch nach Gemeinschaft verbunden waren.
Die Maratona dles Dolomites-Enel steht weiterhin für ein konkretes Engagement für Umwelt und Nachhaltigkeit. Seit Jahren verbindet die Veranstaltung Sport und Respekt für das Gebiet durch zahlreiche Initiativen, die zur Zertifizierung als Green Event geführt haben. Dahinter steht die Überzeugung, dass die Zukunft des Sports auch Verantwortung gegenüber den Bergen und den dort lebenden Gemeinschaften bedeutet.
Dank der für den Verkehr gesperrten Straßen konnte das internationale Peloton, Teilnehmer aus 78 Ländern, ein einzigartiges Erlebnis genießen und die Pässe Campolongo, Pordoijoch, Sellajoch, Grödner Joch, Giau, Falzarego und Valparola befahren. Die Teilnehmer stellten sich den traditionellen drei Strecken der Maratona: die Sellaronda (55 Kilometer, 1.780 Höhenmeter), die mittlere Strecke (106 Kilometer, 3.130 Höhenmeter) und die Maratona-Strecke (138 Kilometer, 4.230 Höhenmeter).
Luca Cavallo mit Streckenrekord
Auf der Langstrecke sicherte sich Luca Cavallo den Sieg bei den Männern. Er absolvierte die Strecke in 4 Stunden, 21 Minuten und 23 Sekunden und stellte damit einen neuen Streckenrekord auf. Die Belgier Koen Hendrickx und Vince Mattens folgten mit mehr als zwölf Minuten Rückstand. Bei den Frauen gewann die Deutsche Janine Meyer, die als erste Frau überhaupt die Marke von fünf Stunden unterbot. Sie erreichte das Ziel nach 4 Stunden und 59 Minuten und verwies Martina Cavallo sowie Michela Santini auf die Plätze zwei und drei.Das Siegerpodest der Männer. © Alta Badia Brand
Auf der Mittelstrecke bestand das Männerpodium aus Marco Ceriani, Matteo Fontanelli und Simone Pellizzeri auf den Plätzen eins bis drei. Bei den Frauen gewann Roberta Bussone vor Federica Cancellieri und Laura Simenc Kramar. Damit ging die 39. Maratona dles Dolomites-Enel zu Ende: ein Tag voller Sonne, Anstrengung, Freundschaft und Frieden auf den Straßen der Dolomiten. Besondere Bedeutung erhielt die Veranstaltung durch den Segen von Papst Leo XIV., der in Form eines Schreibens übermittelt und live im Fernsehen verlesen wurde.
Fokus auf Jubiläumsausgabe
Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf die nächste Ausgabe, die 40. Maratona dles Dolomites-Enel. Sie wird einen der bedeutendsten Meilensteine in der Geschichte der Veranstaltung feiern, wie Michil Costa betonte: „Nehmt mit nach Hause, was diese Pässe ausmacht: die Stille, die Ruhe und die Erhabenheit der Berge. In einer Welt, die immer mehr vom Lärm beherrscht wird, tanzen sie weiterhin im Rhythmus der Natur. Wir sehen uns im nächsten Jahr wieder. Dann feiern wir 40 Jahre Maratona, und wir werden sie im Rhythmus der “Müjiga“ erleben: einer aufrichtigen Musik, die weder Pässe noch Übersetzungen verlangt, Unterschiede harmonisiert und jeder Stimme ihren Wert verleiht.“Die 40. Maratona dles Dolomites-Enel wird somit ganz im Zeichen der Müjiga (Musik auf ladinisch) stehen: einer universellen Sprache, die verbindet, zuhört und versöhnt, genau wie es seit vierzig Jahren auf den Straßen der Dolomiten geschieht.
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