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Jonas Vingegaard steht kurz vor einem großen Triumph bei der Tour der France. © ANSA / GUILLAUME HORCAJUELO

Packendes Duell und große Geste: Vingegaard vor Tour-Triumph

Scharfe Attacken, ein spektakulärer Sturz von Tadej Pogacar und eine große Geste von Triumphator Jonas Vingegaard: Auf der letzten Pyrenäen-Etappe kommt es zum großen Showdown der beiden Topstars.

Als sich Jonas Vingegaard vor den Augen von Monsieur Le Président Emmanuel Macron auf der Skistation Hautacam ans Herz fasste und Handküsse verteilte, hatte ein denkwürdiger Tag in den Pyrenäen seinen Höhepunkt erreicht. In einem atemberaubenden Duell mit seinem Rivalen Tadej Pogacar machte Vingegaard im 1520 Meter hoch gelegenen Skiort mit dem souveränen Etappensieg den wohl entscheidenden Schritt zum Gesamtsieg bei der Tour de France – und zeigte sich zugleich als wahrer Champion.


Denn die 18. Etappe lieferte am Donnerstag nicht nur die Vorentscheidung, sondern vor allem ein großes Spektakel. Unentwegt attackierte der am Ende zweitplatzierte Pogacar schon am vorletzten Berg das Gelbe Trikot, ehe es auf der halsbrecherischen Abfahrt vom Col de Spandelles zum großen Drama kam. Erst verhinderte Vingegaard (25) mit einem gekonnten Manöver einen Sturz, dann kam sein Rivale aus Slowenien in einer Kurve zu Fall. Doch Vingegaard zeigte wahre Größe und wartete auf den Tour-Champion von 2020 und 2021. Kurz darauf war Pogacar (23) mit zerfetzter Radhose und aufgeschürftem Bein wieder am Hinterrad. Beide gaben sich die Hand.

Bergtrikot und Gesamtsieg in Aussicht
Das Bergtrikot schnappte sich Vingegaard bei seiner Machtdemonstration auf der superschweren 18. Etappe mit mehr als 4000 Höhenmetern quasi im Vorbeigehen. Nachdem der Däne alle Attacken seines Rivalen Pogacar pariert hatte, versetzte er ihm mit seinem Angriff 4,4 Kilometer vor dem Ziel den K.o.

Tadej Pogacar konnte lange Zeit mithalten. Am Ende musste der Slowene abreisen lassen und hat kaum noch Chancen auf den Tour-Gesamtsieg. © APA/afp / THOMAS SAMSON

64 Sekunden Vorsprung hatte Vingegaard am Ende, damit liegt er in der Gesamtwertung nun 3:26 Minuten vor Pogacar. Das dürfte reichen, um den zweiten dänischen Toursieg am Sonntag in Paris perfekt zu machen. Denn diesen Rückstand dürfte Alleskönner Pogacar im Einzelzeitfahren am Samstag kaum wettmachen können.

Nach den drei schweren Pyrenäen-Etappen dürfen die Stars der Branche am Freitag eine Verschnaufpause einlegen. Die 19. Etappe über 188,3 Kilometer von Castelnau-Magnoac nach Cahors verläuft größtenteils über flaches Terrain.

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