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Thomas Pidcock kürte sich souverän zum Europameister. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ

Pidcock-Dominanz um ein Kapitel reicher

Der 23-jährige Tom Pidcock feiert Erfolge am Fließband. Nach seinem Olympiasieg im vergangenen Jahr kürte er sich am Freitag in einer überlegenen Manier zum Mountainbike-Europameister. Für Italienmeister Gerhard Kerschbaumer gab es auf der ungeliebten Strecke in München nichts zu holen.

In Abwesenheit einiger Weltklassefahrer wie Nino Schurter, Luca Braidot, Jordan Sarrou oder dem wegen Dopings kurzfristig gesperrten Mathias Flückiger galt Tom Pidcock als haushoher Favorit auf den Europameisterschafts-Titel im Cross Country. Nachdem sich Pidcock heuer weitgehend auf das Rennrad konzentrierte und bei der Tour de France die prestigeträchtige Etappe der Alpe d’Huez gewinnen konnte, fehlten ihm allerdings wichtige Punkte für die Startaufstellung. Von Position 36 aus musste der Favorit weit hinten im Feld starten und war zu Beginn des Rennens im Verkehr eingeklemmt.


Dem teils künstlich angelegten Parcours im Münchner Olympiapark fehlten die großen technischen Schwierigkeiten und langen Anstiege, viel Richtungswechsel und kurze Steigungen zeichneten die EM-Strecke aus. Einige Runden Zeit benötigte der Brite, um sich auf dem engen Kurs nach vorne zu arbeiten. Bei Rennhalbzeit kam Pidcock von hinten angeflogen und setzte sich mit unwiderstehlichen Antritten von seinen Konkurrenten ab.

Viel Spektakel in München: Pidcock flitzt vor den Augen der Zuschauer zu Gold. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ


Acht Mann kämpften in der Verfolgergruppe bis zum Schluss um die verbliebenden Medaillen, darunter vertreten waren gleich fünf Schweizer. An der Spitze des Rennens radelte Tom Pidcock ungefährdet den Sieg entgegen und legte in der Schlussrunde Showeinlagen über die Sprünge hin. Als erster Brite überhaupt kürte sich Pidcock zum Europameister im Mountainbike. Hinter ihm landete wie im Vorjahr der Däne Sebastian Fini Carstensen auf Rang zwei, Filippo Colombo aus der Top-Nation Schweiz musste mit Platz drei Vorlieb nehmen. Insgesamt sechs Schweizer landeten trotz Abwesenheit ihrer zwei besten Athleten in den Top elf.
Nichts zu holen für Kerschbaumer
Keinen Spitzentag erwischten die Azzurri, als bester schaffte es Daniele Braidot auf den 16. Entrang, Juri Zanotti wurde 24. Mehr erhofft hatte sich auch Gerhard Kerschbaumer, auch wenn die recht einfache Streckenführung überhaupt nicht an seine Qualitäten zugeschnitten war. Nach seinem Coup bei den Italienmeisterschaften vor wenigen Wochen und steigender Formtendenz landete der Verdinger auf den enttäuschenden 27 Platz, knapp 3 Minuten lag er im Ziel hinter Pidcock.

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