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Jonas Vingegaard fordert Tadej Pogacar. © AFP / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

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Jonas Vingegaard fordert Tadej Pogacar. © AFP / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Pogacar & Vingegaard: Giganten-Duell erneuert sich

Am Samstag beginnt die 113. Tour de France in Barcelona (Spanien). Einmal mehr sind die beiden Superstars Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard die Topfavoriten. Vor dem wichtigsten Radrennen der Welt klären wir die wichtigsten Fragen.

Was steht beim Start in Spanien an?


Die erste Etappe der großen Schleife ist ein 19 Kilometer langes Mannschaftszeitfahren durch die katalanische Metropole vorbei an der Sagrada Família und über den Montjuïc, den Hausberg Barcelonas. Anders als bei früheren Ausgaben wird bei der Zeit aber jeder Fahrer einzeln gewertet. Es wird spannend, wie die Teams damit taktisch umgehen. Auch am zweiten Tag geht es in und um Barcelona mehrmals über den Montjuïc mit einem anspruchsvollen Finale zum Olympiastadion. Die dritte Etappe führt das Peloton dann nach Frankreich.


Kann irgendjemand Tadej Pogacar schlagen?

Der slowenische Radsport-Dominator gewann erst im Frühjahr fast alle Klassiker, bei denen er antrat, und siegte dann zuletzt bei der Tour de Suisse mit mehr als sechs Minuten Vorsprung. Wenn er gesund durch die drei Wochen kommt, wäre alles andere als ein Sieg eine riesige Überraschung. Es wäre der fünfte Triumph des 27-Jährigen bei der Tour. Der Weltmeister würde mit den Rekordhaltern Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain gleichziehen.

Spektakuläre Bilder sind garantiert. © AFP / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Spektakuläre Bilder sind garantiert. © AFP / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT



Wer wird sonst hoch gehandelt?

Noch etwas vor Remco Evenepoel ist Pogacars Langzeit-Rivale Jonas Vingegaard zu nennen. Der dänische Tour-Champion von 2022 und 2023 gewann Ende Mai zum ersten Mal den Giro d'Italia und will den Schwung nach Frankreich mitnehmen. Die Hoffnungen der Franzosen ruhen auf Wunderkind Paul Seixas (19), der seine erste Grand Tour fährt. Dass er unbekümmert mit den großen Namen der Branche mitfahren kann und will, stellte Seixas in dieser Saison schon unter Beweis. Ob er bei seiner ersten dreiwöchigen Rundfahrt aber schon ernsthaft um den Gesamtsieg mitfahren kann, ist fraglich.


Was sind die Höhepunkte der Rundfahrt?

Mehr als 3.300 Kilometer müssen die 184 Fahrer bewältigen. Rund 54.000 Höhenmeter stehen in Pyrenäen, Zentralmassiv, Vogesen, Jura und Alpen auf dem Programm. Nach dem Auftakt in Barcelona geht es direkt in die Pyrenäen. Die siebte Etappe mit Ziel in Bordeaux haben sich die Sprinter im Kalender rot eingekreist.

Kann Remco Evenepoel überraschen? © Belga / MAARTEN STRAETEMANS

Kann Remco Evenepoel überraschen? © Belga / MAARTEN STRAETEMANS


Besonders die letzte Woche hat es dann für die Klassement-Fahrer in sich. Gleich zweimal ist der Wintersportort Alpe d'Huez nach vier Jahren Pause das Ziel, zunächst über den gewohnten Weg auf der 19. Etappe. Am vorletzten Tag der Rundfahrt dann nur über die letzten 3 der 21 ikonischen Kehren, aber am Ende einer brutalen Etappe mit insgesamt 5.600 Höhenmetern. Am 26. Juli endet die Rundfahrt in Paris. Mehrmals geht es wieder über den Anstieg am Montmartre, was schon im Vorjahr und bei Olympia 2024 für Spektakel sorgte.


Warum könnten die TV-Motorräder für Ärger sorgen?

Der Vorwurf, der immer wieder bei Rennen geäußert wird: Die TV-Motorräder seien zu nah an den Ausreißern gefahren und hätten so wichtigen Windschatten gespendet. Das Thema könnte auch in Frankreich wieder hochkochen und eine Debatte über die Einführung einer technischen Lösung verstärken.

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