E Rennrad

Bejubelte seinen Gesamtsieg: Primoz Roglic. © APA/afp / MIGUEL RIOPA

Primoz Roglic gewinnt zum dritten Mal die Vuelta

Der frühere Skispringer Primoz Roglic ist zu seinem dritten Vuelta-Sieg in Serie geflogen. Das schafften vor ihm nur Roberto Heras und Tony Rominger. Für den Slowenen geht trotz Tour-Aus ein toller Radsport-Sommer zu Ende.

Vor der imposanten Kathedrale von Santiago de Compostela stemmte Primoz Roglic stolz seine Rennmaschine in die Höhe. Als erst dritter Radprofi in der 76-jährigen Geschichte der Spanien-Rundfahrt raste der slowenische Olympiasieger zum dritten Gesamtsieg in Serie und machte am Sonntag seinen tollen Radsport-Sommer doch noch perfekt. 63 Tage nach dem schmerzhaften Aus bei der Tour de France zelebrierte der 31-Jährige mit insgesamt vier Etappensiegen seine Dominanz, nachdem er schon im olympischen Einzelzeitfahren mit der Konkurrenz gespielt hatte.


In Spanien bewies Roglic wieder, welch ein überragender Rundfahrer er ist. Seit 2019 beendete der Mann aus Trbovlje jede seiner fünf großen Rundfahrten auf dem Podium. Auf den 3415,3 Kilometern von Burgos nach Compostela fuhr Roglic in einer anderen Liga. So auch im abschließenden Zeitfahren über 33,8 Kilometer, das er vor dem Dänen Magnus Cort Nielsen gewann.

Damit lag er in der Gesamtwertung 4:42 Minuten vor dem Spanier Enric Mas. Dritter wurde der Australier Jack Haig 7:40 Minuten zurück. Vor Roglic hatten es nur der Spanier Roberto Heras (2003 bis 2005) und der Schweizer Tony Rominger (1992 bis 1994) geschafft, die Vuelta drei Mal in Serie zu gewinnen.

Versöhnlicher Abschluss für Roglic
„Das Rennen war hart, ich habe es aber auch genossen“, sagte der frühere Skispringer. Der wieder gefundene Spaß am Radsport war ihm sogar in den Pressekonferenzen anzumerken. Der früher so knochentrockene und wortkarge Athlet wirkte aufgeschlossen.

Der Slowene hat sich in den drei Wochen womöglich selbst überrascht. Denn ursprünglich war sein Vuelta-Start gar nicht vorgesehen. „Wäre er eine sehr gute Tour de France gefahren und nicht mit Sturz ausgeschieden, hätte seine Saison wohl ganz anders geendet. So hat er sich nach dem Tour-Aus neu fokussiert und ist hierher gekommen“, sagte sein Sportlicher Leiter Addy Engels. Ende gut, alles gut für Roglic. Nun schon im dritten Jahr in Folge.

Schlagwörter: radsport Vuelta

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2021 Sportnews - IT00853870210
//add embeds for inline videos