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Nairo Quintana verzichtet auf die Vuelta. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Quintana fechtet Tour-Disqualifikation an

Der kolumbianische Radstar Nairo Quintana bestreitet den Gebrauch des Schmerzmittels Tramadol und will die Aberkennung seines sechsten Platzes bei der Tour de France anfechten.

„Mir ist die Verwendung dieser Substanz überhaupt nicht bewusst, und ich bestreite, sie jemals während meiner Karriere verwendet zu haben“, wurde Quintana in einer Stellungnahme in kolumbianischen Medien zitiert. Er bereite mit den Anwälten seine Verteidigung vor, so der zweimalige Tour-Gesamtzweite.


Entgegen ursprünglichen Planungen sagte Quintana seinen Start bei der am Freitag beginnenden Spanien-Rundfahrt ab. Er wolle sich auf den Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas konzentrieren, so der 32-Jährige am Donnerstag. Er habe aktuell weder den Kopf noch die Beine für den Wettbewerb.

Keine Sperre
In zwei getrockneten Blutproben des 32-Jährigen vom 8. und 13. Juli wurde das Opiat Tramadol nachgewiesen. Hierbei handelt es sich laut Radsport-Weltverband UCI nicht um ein Dopingvergehen, aber um einen Verstoß gegen die medizinischen Regeln des Verbandes. Tramadol ist seit dem 1. März aufgrund seiner Nebenwirkungen von der UCI verboten, steht jedoch nicht auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Dopingagentur WADA. Daher wird Quintana auch nicht gesperrt.

Im Rahmen eines Programms zum Nachweis von Tramadol wurden während der Tour 120 sogenannte getrocknete Blutproben genommen. Quintana kann gegen das Urteil binnen zehn Tagen Einspruch vor dem Cas einlegen.

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