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Tom Pidcock ist der jüngste Tagessieger auf der Alpe d'Huez in der Geschichte der Tour de France. © ANSA / GUILLAUME HORCAJUELO

Tom Pidcock siegt auf der legendären Alpe d'Huez

Der amtierende Olympiasieger im Mountainbiken gewann solo in Alpe d'Huez seine erste Tour-de-France-Etappe. Jonas Vingegaard verteidigte sein Gelbes Trikot und wehrte erfolgreich einige Angriffe von Tadej Pogacar ab.

Der Brite Thomas Pidcock hat die Königsetappe der 109. Tour de France gewonnen. Der Cross-Weltmeister und MTB-Olympiasieger holte sich nach 165,5 Kilometern von Briancon nach Alpe d'Huez am französischen Nationalfeiertag den Sieg im Alleingang. Den Grundstein zu seinem Erfolg legte Pidcock in der Abfahrt mit Spitzengeschwindigkeiten von 110 Kilometer die Stunde, als er von der Gruppe der Favoriten ausriss und den Anschluss zur Fluchtgruppe herstellte.


Am Hinterrad Pidcocks war der viermalige Tour-Champion Chris Froome. Der nach seinem lebensgefährlichen Sturz gegen eine Hausmauer seine stärkste Performance seit drei Jahren zeigen konnte und Tages-Dritter wurde. Geschlagen wurde Froome vom Südafrikaner Louis Meintjes, bereits zweimal unter den Top-Ten im Gesamtklassement der Tour, der ebenfalls nach einigen schwierigen Jahren im Ziel den Tränen nahe war.

Jonas Vingegaard parierte jede Attacke Pogacars erfolgreich. © ANSA / GUILLAUME HORCAJUELO

Tom Pidcock ist nach Geraint Thomas, Alpe-d'Huez-Sieger 2018, der zweite Brite der auf dem legendären Berg gewinnen konnte und zeitgleich der Jüngste aller Zeiten. Rund 10 Kilometer vor dem Ziel setzte er die entscheidende Attacke und splittete die sechs Mann starke Fluchtgruppe. Vor Zehntausenden Fans am Straßenrand gab es einige heikle Situationen und Körperkontakt übermütiger Zuschauer mit den Fahrern. Um die Sicherheit im Finale zu gewährleisten, stellte der Tour-Organisator ASO 8 Kilometer Gitterzäune auf.

Einige Veränderungen im Gesamt-Klassement
Das Gelbe Trikot verteidigte der Däne Jonas Vingegaard mit der Hilfe seines äußerst souveränen Jumbo-Visma-Teams erfolgreich. Vingegaards letzter Helfer Sepp Kuss kam nach jeder Attacke von Pogacar zurück und zog seinen Kapitän fast bis über die Ziellinie. Titelverteidiger Tadej Pogacar, der am Vortag eingebrochen war und 3 Minuten eingebüßt hatte, rückte auf den zweiten Gesamtrang vor. Neuer Dritter ist Ex-Tour-Champion Geraint Thomas.

Nach den zwei massiv schweren Hochgebirgsetappen dürfen sich die Fahrer am Freitag ein wenig erholen. Über 192,6 Kilometer von Le Bourg d'Oisans nach Saint-Etienne warten nur zwei Berge der dritten und einer der zweiten Kategorie. Es bietet sich den Sprintern eine der wenigen Chancen auf eine Massenankunft.

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