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BMC gewinnt mit Kapitän Richie Porte das Teamzeitfahren © SID / Philippe LOPEZ

Tour 2018: BMC gewinnt Teamzeitfahren

Chris Froome hat bei der 105. Tour de France den erneuten Buhrufen der Zuschauer getrotzt und nach dem völlig verkorksten Auftakt Stärke gezeigt.

Beim 35,5 km langen Teamzeitfahren der dritten Etappe rund um Cholet raste der viermalige Gesamtsieger mit dem Sky-Express auf Platz zwei knapp am Tagessieg vorbei.

Lediglich vier Sekunden trennten Sky am Ende der Zeitenjagd vom siegreichen Team BMC Racing, dessen Kapitän Richie Porte (Australien) im Kampf um den Gesamtsieg zumindest einen Achtungserfolg feierte.

Weltmeister Peter Sagan musste das Gelbe Trikot nach nur einem Tag wieder abgeben. Der Slowake zeigte mit dem deutschen Team Bora-hansgrohe lange ein gutes Rennen, verlor dann aber erst den Anschluss und schließlich die Spitze der Gesamtführung, die er mit dem Sprintsieg am Sonntag erobert hatte. Der neue Mann in Gelb ist BMC-Klassikerjäger Greg Van Avermaet (Belgien).

Neben Herausforderer Porte hieß der große Sieger unter der Top-Favoriten Froome. An der Seite seiner Mannschaftskollegen benötigte der 33-Jährige lediglich 38:50 Minuten für die Strecke und machte damit teils viel Boden auf seine Rivalen gut.

Der Vorsprung auf das kolumbianische Kletter-Ass Nairo Quintana (Kolumbien/Movistar) vergrößerte sich um 49 Sekunden. Noch größer war der Abstand zu Frankreichs Hoffnungsträger Romain Bardet (AG2R), der 1:11 Minuten auf Froome verlor. Ex-Tour-Sieger Vincenzo Nibali (Italien) kassierte immerhin noch 1:02 Minuten.

Für Froome war das gute Abschneiden im ersten "TTT" der Tour seit 2015 von großer Bedeutung. Am Samstag hatte sich der Brite beim Tour-Auftakt nach einem Sturz 51 Sekunden auf namhafte Rivalen eingehandelt, unter anderem auf Bardet. Die verlorene Zeit holte er nun wieder auf.

Den Schaden, den sein Ruf in der Asthmamittel-Affäre genommen hat, ist für Froome dagegen deutlich schwerer zu korrigieren. Wie schon bei der Teampräsentation am vergangenen Donnerstag sah er sich wieder Antipathien der Zuschauer ausgesetzt.

Kein Top-Ergebnis erzielte der viermalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin. Der 33-Jährige belegte mit seinem Team Katusha-Alpecin, zu dem auch die Deutschen Marcel Kittel, Rick Zabel und Nils Politt gehören, auf dem technisch anspruchsvollen Kurs mit vielen Wellen und einem steilen Anstieg den neunten Platz.

Autor: sid

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