
Der schlimme Sturz von Sepp Kuss. © Screenshot
Die Tour de France schrammt an Katastrophe vorbei
Am Samstag ging bei der Tour de France die Königsetappe über die Bühne. Ein Rad-Star schrammte dabei an einer Katastrophe vorbei.
25. Juli 2026
Von: det/dpa
Lange Zeit war Sepp Kuss am Samstag drauf und dran, die Königsetappe der Tour de France in Alpe d’Huez zu gewinnen. Der US-Amerikaner lag beim vorletzten Rennen der Frankreich-Rundfahrt bis sechs Kilometer vor dem Ziel in Führung. Doch dann ereignete sich eine Szene, die jedem Radsportfan das Herz in die Hose rutschen ließ.
Bei einer steilen Abfahrt wurde Kuss in einer Rechtskurve zu weit nach außen getragen. Der 31-Jährige kam ins Straucheln und stürzte an der gut 80 Zentimeter hohen Betonbegrenzung entlang. Dabei hatte Kuss riesiges Glück, dass genau diese Stelle mit einem Fangnetz gesichert war – denn dahinter ging es steil in die Tiefe. Ob der Rad-Star einen solchen Sturz überlebt hätte – das ist alles andere als sicher.
Nach diesem Schockmoment musste Kuss seinen Widersacher Richard Carapaz vorbeiziehen lassen. Der Ecuadorianer entschied die Königsetappe am Ende für sich, vor Remco Evenepoel, der auf den letzten Metern noch an Kuss vorbeizog.
Richard Carapaz hat die Königsetappe gewonnen. © ANSA / GUILLAUME HORCAJUELO
Wenn Kuss die Bilder der Beinahe-Katastrophe sieht, dürfte ihm der verpasste Etappensieg wohl egal sein. „Sepp war unser Mann für heute, das klappte auch sehr gut. Nach dem Sturz musste er aber erstmal wieder zu sich kommen. Dann war es schwer, zurückzukommen. Gut, dass es das Netz gab“, sagte Kuss' Sportdirektor Marc Reef von Visma-Lease a bike.
Pogacar steht vor Tour-Sieg
Tadej Pogacar steht unterdessen vor seinem fünften Toursieg. Der slowenische Radstar erreichte auf der Königsetappe als Vierter das Ziel in Alpe d'Huez. Pogacar stellte sich auf der vorletzten Tour-Etappe in den Dienst seines an diesem Tag fünftplatzierten Teamkollegen Isaac del Toro, um dessen dritten Gesamtrang abzusichern.Tadej Pogacar (links) fuhr mit seinem Teamkollegen Isaac del Toro ins Ziel ein. © ANSA / GUILLAUME HORCAJUELO
Mit einem Abstand von 6:26 Minuten auf Evenepoel und 9:42 Minuten auf del Toro geht Pogacar auf die finale Etappe in Paris. Am Sonntag endet die 113. Frankreich-Rundfahrt in der französischen Hauptstadt. Allerdings anders als geplant: Wegen der schweren Waldbrände im Südwesten des Landes und der damit benötigten Rettungskräfte wird die letzte Etappe deutlich verkürzt und komplett in die Hauptstadt verlagert. Statt 133 Kilometern stehen nur noch 89 an.
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.


Kommentare (0)