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Vincenzo Nibali geht bei der Tour of the Alps an den Start. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Tour of the Alps lockt die Rad-Stars an

Am Dienstag ist in Bozen die Liste der teilnehmenden Mannschaften der heurigen Ausgabe des Etappenrennens in den drei Euregio-Regionen (22. bis 26. April 2019) bekanntgegeben worden. Unter anderem wird Vincenzo Nibali bei der Tour of the Alps 2019 dabei sein.

In den letzten beiden Jahren strahlten im Rahmen der Tour of the Alps äußerst prominente Gesichter vom höchsten Treppchen des Podests: Ging der Gesamtsieg 2017 an den Tour-de-France-Triumphator von 2018, den Briten Geraint Thomas, so kürte sich im Vorjahr der spätere Gewinner der Lombardei-Rundfahrt, Thibaut Pinot aus Frankreich, zum Sieger der Tour of the Alps.

Auch heuer will die Rundfahrt ihrem Ruf als ideales Pflaster für aufstrebende Talente gerecht werden und als perfektes Sprungbrett für einen späteren Angriff auf das rosa Trikot des Giro d’Italia dienen.

Die Tour of the Alps, die am 22. April in Kufstein beginnt und nach fünf Tagen und ebenso vielen Etappen am 26. April in Bozen endet, wurde vom Weltradsportverband UCI erneut als „bedeutendes mehrtägiges Etappenrennen“ (= 2. HC) eingestuft. Seit jeher locken Rundfahrten auf diesem Niveau unzählige Superstars der internationalen Radsport-Szene an – das war auch 2018 nicht anders: Damals nahm unter anderem der viermalige Tour-de-France-Gewinner Chris Froome an der Tour of the Alps teil. Das Etappenrennen in den Euregio-Regionen war letztendlich die ideale Giro-Vorbereitung für den Briten – schließlich sicherte er sich wenige Wochen später erstmals den Gesamtsieg beim Giro d’Italia.

Nibali nutzt Tour of the Alps als Vorbereitung

Denselben Weg wie Froome könnte heuer Vincenzo Nibali vom Team Bahrain-Merida gehen. Der Sizilianer hat 2019 nämlich den dritten Giro-Gesamtsieg im Visier und will sich im Rahmen der Tour of the Alps in die perfekte Form dafür bringen. Bereits 2013 – dem Jahr seines ersten Triumphs beim Giro – war Nibali kurz zuvor beim Vorgänger der Tour of the Alps, der Trentino-Rundfahrt, nicht zu schlagen gewesen.

Auch 2016 nahm der heute 34-Jährige an der Trentino-Rundfahrt teil und sicherte sich Wochen später zum zweiten Mal das rosa Trikot. Doch damit nicht genug: 2014, als Nibali mit dem Tour-de-France-Gesamtsieg den größten Erfolg seiner Karriere feierte, tankte der „Azzurro“ ebenfalls mit einem Erfolg im Trentino das nötige Selbstvertrauen für seinen späteren Triumph. Wenige Tage vor Beginn der Tour radelte er nämlich bei der prestigereichen „Melinda Trophy“ auf den ersten Platz.

Sky Team mit dabei

An der Spitze der startenden Teams stehen mit Bahrain-Merida und dem Team Sky zwei der stärksten Mannschaften der Welt. Sollte sich in den Planungen der britischen Sky-Formation nichts mehr ändern, so dürfen sich die Radsport-Fans besonders auf die Teilnahme von Egan Bernal freuen: Das aufstrebende Supertalent aus Kolumbien genießt nach seinem Triumph bei der Kalifornien-Rundfahrt 2018 das vollste Vertrauen seines Teams und dürfte nach der Tour of the Alps auch als Kapitän der Sky-Mannschaft in den Giro d’Italia 2019 gehen.

Der dritte „dicke Fisch“ im Rahmen der Tour of the Alps 2019 ist das Team Astana, das im Vorjahr nicht weniger als drei Etappensiege verbuchen konnte. Angeführt wird die kasachische Mannschaft aller Voraussicht nach vom Kolumbianer Miguel Angel Lopez.

Insgesamt starten bei der Tour of the Alps 17 Teams, darunter auch ein Team der italienischen Nationalmannschaft.

Die Etappen

Das Programm der Tour of the Alps 2019 umfasst fünf Etappen, bei denen insgesamt 711 Kilometer zurückgelegt werden müssen. Auf die Teilnehmer warten 10 Bergwertungen und nicht weniger als 13.630 Höhenmeter.

Montag, 22. April 2019
1. Etappe: Kufstein – Kufstein
144 km, 2.100 m Höhenunterschied
Schwierigkeit: **

Dienstag, 23. April 2019
2. Etappe: Reith im Alpbachtal – Schenna/Scena
179 km, 3.050 m Höhenunterschied
Schwierigkeit: *****

Mittwoch, 24. April 2019
3. Etappe: Salurn/Salorno – Baselga di Pinè
106 km, 2.650 m Höhenunterschied
Schwierigkeit: ***

Donnerstag, 25. April 2019
4. Etappe: Baselga di Pinè – Cles
134 km, 2.730 m Höhenunterschied
Schwierigkeit: ***

Freitag, 26. April 2019
5. Etappe: Kaltern/Caldaro – Bozen/Bolzano
148 km, 3.100 m Höhenunterschied
Schwierigkeit: ***

Autor: pm/am

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