E Rennrad

Wout van Aert schüttelte die gesamte Konkurrenz ab. © APA/afp / THOMAS SAMSON

Van Aert eroberte den Mont Ventoux

Wout van Aert hat sich auf dem doppelten Weg zum mythischen Mont Ventoux durchgesetzt.

Der belgische Meister siegte am Mittwoch auf der 11. Etappe der 108. Tour de France aus einer Ausreißergruppe heraus solo vor Kenny Elissonde aus Frankreich und dem Niederländer Bauke Mollema. Der bisherige Rundfahrts-Dominator Tadej Pogacar wankte erstmals, baute als Tagesvierter aber seinen Vorsprung im Gesamtklassement weiter aus, weil der zuvor Zweite Ben O'Connor nicht mitkonnte.


In der Favoritengruppe tat sich bei der doppelten Befahrung des „Giganten der Provence“ lange wenig: Anders als in den Alpen verzichtete Pogacar selbst darauf, seinen Widersachern Zeit abzunehmen. Stattdessen hängte der junge Däne Jonas Vingegaard (Jumbo) den Slowenen vom UAE-Team kurz vor der finalen Abfahrt ab, der neue Gesamtdritte wurde in der Abfahrt hinab nach Malaucene aber wieder von der Pogacar-Gruppe eingeholt. Neuer Gesamtzweiter mit einem Rückstand von 5:18 Minuten auf Pogacar ist der Kolumbianer Rigoberto Uran. Das Bergtrikot behielt Nairo Quintana – mit nun sechs Punkten Vorsprung auf Van Aert.

Dem Alleskönner Van Aert gelang „auf einem der ikonischsten Aufstiege“ im Radsport ein hochemotionaler vierter Tagessieg bei der Frankreich-Rundfahrt. „Vielleicht ist es mein allerbester Sieg überhaupt.“ Erstmals gewann er auf einer Bergetappe, die an diesem Tag 4.600 Höhenmeter zu bieten hatte. In den letzten beiden Jahren hatte der mehrfache Quer-Weltmeister jeweils bei Sprintankünften triumphiert. Erst am Vortag war Van Aert Zweiter im Massensprint geworden. 51 Jahre nach Eddy Merckxx siegte wieder ein Belgier auf dem Mont Ventoux.

Das zwölfte Teilstück am Donnerstag von Saint-Paul-Trois-Chateaux nach Nimes ist ein weitgehend flaches.

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