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Der Giro delle Dolomiti kehrt zu seinen Wurzeln zurück. © Ravanelli

Vieles Neu beim Giro delle Dolomiti

Ein äußerst kompakter Giro delle Dolomiti vom 24. bis zum 28. Juli 2023 kündigt sich an, auf den sich alle passionierten Amateur-Radfahrer bereits jetzt freuen dürfen und für den sie sich auch schon anmelden können. Die 46. Ausgabe der prestigeträchtigen Rundfahrt durch die einzigartige Bergkulisse Trentino-Südtirols umfasst fünf Etappen und hat mit der Umrundung des Sellastocks und dem Stilfserjoch zwei absolute Leckerbissen zu bieten. Wie gewohnt fährt das Feld den allergrößten Teil der einzelnen Etappen gemeinsam in kontrolliertem Tempo. Zu jedem Teilstück gehört aber auch ein kurzes Bergzeitfahren, das für die Ermittlung der Gesamtsiegerin und des Gesamtsiegers wesentlich ist.

Für die 46. Ausgabe des bekannten Radsportevents hat sich der gemeinnützige Verein ASD Giro delle Dolomiti, der die Veranstaltung seit 1977 organisiert, eine neue Formel mit heuer fünf Etappen ausgedacht, die von Montag, 24. bis Freitag, 28. Juli 2023 ohne Ruhetag gefahren werden. Und das ist bereits eine maßgebliche Änderung des nächsten Giro delle Dolomiti, der jedes Jahr Hunderte begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Teilen der Welt in die nördlichste Provinz Italiens lockt. „Es ist eine Art Rückkehr zu unseren Wurzeln. Bei jeder Etappe wird nur ein Abschnitt zeitgestoppt – das Bergzeitfahren. Die erzielte Zeit fließt in die Gesamtwertung ein. Außerdem haben wir uns für eine kompaktere Formel ohne Unterbrechungen entschieden. Dadurch bleibt es den Gästen von außerhalb offen, ob sie das Wochenende noch anhängen und individuell gestalten möchten“, erklärt Bettina Ravanelli, die umtriebige Präsidentin des ASD Giro delle Dolomiti.


Tatsächlich kommen jedes Jahr viele Enthusiasten von außerhalb der Provinz nach Südtirol, um am Giro delle Dolomiti teilzunehmen. Die Beliebtheit auf internationaler Ebene ist enorm und das soll auch künftig so bleiben. „Jeden Tag werden wir von der Messe Bozen, dem logistischen Zentrum der Veranstaltung, in Richtung Südtiroler und Trentiner Berge aufbrechen. Die diesjährigen Etappen sind voller Charme und bieten den Teilnehmern die Möglichkeit, einzigartige Landschaften beim Erklimmen der wunderbaren klassischen Dolomitenpässe zu bewundern und ihre Erlebnisse dank schöner Fotos zu verewigen. Auf vielen dieser Aufstiege war in den vergangenen Jahren die Karawane des Giro d’Italia unterwegs“, so Ravanelli, die ergänzt: „Wir hoffen wieder viele Teilnehmer begrüßen zu dürfen. Unser Team ist sehr motiviert und arbeitet mit Leidenschaft daran, den 46. Giro delle Dolomiti zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Radsportler werden zu lassen, die in der letzten Juliwoche an unserer Veranstaltung teilnehmen.“ Eine Veranstaltung, in dessen Rahmen die Radsportlerinnen und -sportler satte 503,5 Kilometer zurücklegen und einen Höhenunterschied von 11.509 Metern absolvieren.

Fleimstal und Sellaronda an den ersten beiden Tagen

Der Giro delle Dolomiti 2023 beginnt am Montag, 24. Juli mit der ersten Etappe ins Fleimstal. Das „Einfahren“ ist 87,3 Kilometer lang, weist 1980 Höhenmeter vor. Von der Messe Bozen aus starten die Radfahrer ins Unterland und steigen von dort ins Fleimstal auf. Sie erreichen Cavalese und beginnen dann den Aufstieg zum Lavazè Pass, wo auch der zeitgestoppte Abschnitt dieser Etappe (10,4km/798hm) endet. Die lange Abfahrt durch das Eggental nach Bozen schließt den Auftakt ab.

Tags darauf steht auch schon die Königsetappe der hochkarätigen Veranstaltung an: Mit 159,8 Kilometern Länge und einem Höhenunterschied von 3400 Metern ist die Umrundung des Sellastocks das längste und anspruchsvollste Teilstück. Für die Radsportler geht es von Bozen nach Wolkenstein ins Grödnertal, wo das Bergzeitfahren zum Sellajoch (10,4km/704hm) auf sie wartet. Das ist aber noch lange nicht alles, denn am selben Tag werden zudem Pordoijoch, Campolongo-Pass und das Grödner Joch bezwungen.

Das Stilfser Joch, der Fedaia-Pass und zum Abschluss der Soltn

Eine weitere Hammer-Etappe erwartet die Teilnehmer am Mittwoch, 26. Juli wenn es auf 63,7 Kilometern mit 1893 Höhenmetern unter anderem auf das Stilfser Joch geht. Von Bozen aus erfolgt der Transfer der Teilnehmer per Bus nach Prad, wo kurz nach dem Start bereits das Bergzeitfahren (23,2 km/1808 hm) auf der „Königin der Alpenstraßen“ zum 2757 Meter hoch gelegenen Übergang ansteht. Von hier aus erreichen die Teilnehmer den Umbrailpass an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Nach einem Abstecher ins Nachbarland geht es über das Monastero-Tal wieder zum Ausgangspunkt zurück und schließlich per Bus nach Bozen.

Ein weiterer legendärer Pass am Fuße des höchsten Berges der Dolomiten wird am Donnerstag, 27. Juli in Angriff genommen: der Fedaia-Pass. Auf der 142 Kilometer langen Etappe, die insgesamt 2898 Höhenmeter vorweist, steigen die Teilnehmer von Bozen zum Karerpass auf und erreichen das Fassatal im Trentino. Sie passieren Canazei und fahren dann nach Penia. Dort beginnt auch der zeitgestoppte Abschnitt (7,3km/504hm), der an der Staumauer des Fedaia-Sees am Fuße der Marmolada endet. Über den Karerpass und den Nigerpass geht es zurück in die Talferstadt.

Die fünfte und letzte Etappe am Freitag, 28. Juli ist kürzer und weniger anspruchsvoll als die vorangegangenen Teilstücke und bildet einen würdigen Abschluss des 46. Giro delle Dolomiti. Auf der 51 Kilometer langen Strecke mit einem Höhenunterschied von 1338 Metern werden die Teilnehmer den Anstieg von Bozen nach Jenesien in Angriff nehmen, wo gleichzeitig auch der letzte zeitgestoppte Abschnitt (10,8km/942hm) abgehalten wird. Über die Hochebene des Soltn geht es weiter nach Mölten, dann hinunter ins Etschtal vorbei an Terlan und zurück nach Bozen.

46. Giro delle Dolomiti (24. bis 28. Juli 2023) – die Etappen im Überblick:

Etappe 1 – Fleimstal (Montag, 24. Juli)
Distanz: 87,3 km
Höhenunterschied: 1980 m
Zeitgestoppter Abschnitt: 10,4 km/798 hm

Etappe 2 - Sellaronda (Dienstag, 25. Juli)
Distanz: 159,5 km
Höhenunterschied: 3400 m
Zeitgestoppter Abschnitt: 10,4 km/704 hm

Etappe 3 – Stilfserjoch (Mittwoch, 26. Juli)
Distanz: 63,7 km
Höhenunterschied: 1893 m
Zeitgestoppter Abschnitt: 23,2 km/1808 hm

Etappe 4 – Fedaia-Pass (Donnerstag, 27. Juli)
Distanz: 142 km
Höhenunterschied: 2898 m
Zeitgestoppter Abschnitt: 7,3 km/504 hm

Etappe 5 – Jenesien - Mölten (Freitag, 28. Juli)
Distanz: 51 km
Höhenunterschied: 1338 m
Zeitgestoppter Abschnitt: 10,8 km/942 hm

Gesamtdistanz: 503,5 km/11509 hm
Gesamtdistanz der zeitgestoppten Abschnitte: 62,1 km/4756 hm

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