
Tadej Pogacar muss den Traum vom erstmaligen Vuelta-Triumph zumindest verschieben. © ANSA / Javier Lizon
Vuelta-Schock: Superstar Pogacar ist raus
Der Topfavorit und Gesamtführende bei der Vuelta ist aus dem Rennen! Nach einem schweren Sturz am Samstag musste Tadej Pogacar aufgeben und zugleich mehrere Träume beenden.
29. August 2026
Von: dpa/sn
Tadej Pogacar saß mit blutenden Wunden an der linken Schulter und am Kopf auf dem Asphalt, dann schnappte er sich seine Rennmaschine und wollte den Traum vom Vuelta-Sieg nicht aufgeben. Doch nichts ging mehr, die Schmerzen waren zu groß. Der Rad-Superstar stieg schließlich in den Krankenwagen und gab auf der achten Etappe der Spanien-Rundfahrt auf.
Damit ist der große Topfavorit raus. 32 Kilometer vor dem Ziel in Xeraco war der slowenische Weltmeister nach einem Schlenker kopfüber über den Lenker gegangen. Dabei hatte er noch zwei Fahrer vom Visma-Rennstall mitgerissen. Was die genaue Ursache war, blieb zunächst unklar. TV-Bildern zufolge ist Pogacar einem Stein am Straßenrand ausgewichen.
Über die Schwere der Verletzung konnte UAE-Sportdirektor Matxin Fernandez noch nichts sagen. „Er wollte weitermachen, aber die Schulter hat unglaublich wehgetan. Er hat geblutet an der Augenbraue. Er musste genäht werden“, sagte der Spanier und ergänzte mit Blick auf den Crash: „Dafür ist keiner verantwortlich. Das sind Sachen, die im Radsport passieren. Wir wissen nicht genau, was passiert ist.“
Pogacar hatte ersten Vuelta-Sieg vor Augen
Dabei war der 27-Jährige auf dem besten Weg, erstmals die Vuelta zu gewinnen. Nach drei Etappensiegen lag er vor der achten Etappe in der Gesamtwertung bereits 3:50 Minuten vor dem Spanier Enric Mas. Die Spanien-Rundfahrt ist die einzige Grand Tour, die Pogacar in seiner Siegerliste noch fehlt. Ende Juli hatte er zum fünften Mal die Tour gewonnen, dazu gewann er 2024 den Giro d'Italia.Tagessieger am Samstag: Bryan Coquard. © ANSA / Javier Lizon
Nach dem Aus von Pogacar ist Mas nun neuer Spitzenreiter. Dahinter darf sich auch der viermalige Gesamtsieger Primoz Roglic Hoffnungen auf einen weiteren Erfolg machen. Die achte Etappe gewann nach 171 Kilometern von Pucol nach Xeraco der Franzose Bryan Coquard im Sprint vor Ex-Weltmeister Mads Pedersen. Kurz vor dem Zielsprint kam es noch zu einem heftigen Massensturz. Nur eine kleine Gruppe sprintete noch um den Sieg.
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