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Dylan Groenewegen (r.) sticht Tour-Leader Wout van Aert (Mitte) aus. © APA/afp / THOMAS SAMSON

Zwei Erzrivalen feiern bei dänischer Tour-Party

Erst schrieb Fabio Jakobsen sein persönliches Märchen, dann triumphierte ausgerechnet sein Erzrivale Dylan Groenewegen. Die dänische Wochenend-Party bei der Tour de France wurde von zwei Hauptdarstellern bestimmt, die vor knapp zwei Jahren für eines der größten Radsport-Dramen der Geschichte sorgten.

Der damals um sein Leben kämpfende Jakobsen feierte in Nyborg den größten Triumph seiner Karriere, 24 Stunden später siegte dann Groenewegen in Sønderborg.


Der Niederländer hat am Sonntag den Abschluss des Dänemark-Gastspiels der Tour de France gewonnnen. Der 29-Jährige aus dem Bike-Exchange-Team verwehrte dem Belgier Wout van Aert im Sprint den Sieg, der auch auf der dritten Etappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt Zweiter wurde. Als Trost behielt der Jumbo-Fahrer Van Aert vor dem ersten Ruhetag aber das Gelbe Trikot. Groenewegen feierte in einem hart ausgetragenen Sprint vor Van Aert und Jasper Philipsen seinen fünften Tour-Tagessieg.

Die Flachetappe von Vejle über 182 Kilometer nach Sønderborg verlief mit dem 130 km alleine vorausfahrenden Magnus Cort ungewöhnlich. Derlei hatte es bei der Tour zuletzt 2018 gegeben. Der auch schon am Samstag in der Fluchtgruppe gewesene Däne machte sich diesmal gleich nach dem Start alleine aus dem Staub. Andere zeigten kein Interesse an Ausreißertum, so durfte Cort die Anfeuerung der Hunderttausenden Fans an den Straßen in vollen Zügen genießen und alle Bergpunkte einsammeln.

Van Aert in Gelb nach Frankreich
Für das Feld war der Tag dank des ungefährlichen Soloausreißers bis zum Finale gemütlich. Cort, der das Bergtrikot für sein EF-Team nach Frankreich mitnimmt, wurde 50 km vor dem Ziel eingeholt. Von da an ging es schneller und hektischer zur Sache. Zehn Kilometer vor dem Ziel hielt ein Crash die Hälfte des dicht gedrängten Feldes auf, die Topfavoriten um den weiter drittplatzierten Titelverteidiger Tadej Pogacar waren aber nicht betroffen. Der Slowene liegt 14 Sekunden hinter Van Aert, Zweiter ist sieben Sekunden zurück Zeitfahrsieger Yves Lampaert. Am Montag wird der Transfer nach Frankreich absolviert.

Schlagwörter: radsport Tour de France

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