
Sophie Hinners zählt zu den besten Reiterinnen der Welt. © TT News Agency / ANDREAS HILLERGREN
Liebes-Aus: Traumpaar getrennt – aber bei WM vereint
Diese Liebesgeschichte war wirklich zu schön. Ein Liebespaar reitet zusammen in der Nationalmannschaft und feiert gemeinsam die Medaillen.
21. Juli 2026
Von: dpa/det
Bei der Europameisterschaft der Springreiter in Spanien war das vor zwei Jahren so, als Sophie Hinners und Richard Vogel als Traumpaar des Reitsports sich nach Bronze und Gold in den Armen lagen und küssten. Doch bei der WM in Aachen wird es das so nicht geben.
„Ja, leider ist das Traumpaar jetzt keins mehr“, sagt Vogel und zieht die Schultern hoch. „Wir sind leider nicht mehr zusammen.“ Nach mehreren gemeinsamen Jahren hat sich das Duo getrennt. Hinners ist aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen.
Reitsportfans von Trennung überrascht
Das Liebes-Aus hat viele Reitsportfans überrascht, zumal die Trennung nicht sehr offensichtlich ist. Wenn Hinners und Vogel wie am vergangenen Wochenende beim Turnier in Riesenbeck zusammen reden und sich gegenseitig Tipps für den Parcours geben, wirkt das ausgesprochen harmonisch.Richard Vogel in Aktion. © TT News Agency / ANDREAS HILLERGREN
„Ich habe das Gefühl, dass wir uns super verstehen, super respektvoll miteinander umgehen“, sagt Hinners. „Ich habe das Gefühl, außer dass wir jetzt nicht mehr zusammenwohnen und nicht mehr eine Beziehung führen, dass es gar keinen so großen Unterschied macht. Also ich würde vielleicht sogar sagen, dass wir aktuell noch besser zusammenarbeiten können.“
Das ehemalige Traumpaar ist Teil des WM-Quartetts
Hinners und Vogel sind auch nach der Trennung geschäftlich miteinander verbunden, betreiben mit David Will einen Sport- und Handelsstall an drei Standorten. Und sie werden auch bei der WM in wenigen Wochen in Aachen ein sportliches Team bilden. Gemeinsam mit Marcus Ehning und Daniel Deußer bildet das ehemalige Traumpaar das WM-Quartett.„Wir sind immer noch sehr gut befreundet und haben ein sehr, sehr gutes Arbeitsverhältnis“, betont Vogel: „Auch ein freundschaftliches Verhältnis.“ Der 29 Jahre alte Einzel-Europameister fügt grinsend an: „Wir verstehen uns jetzt fast besser als in den Endzügen der Beziehung.“
Klares Ziel für die Heim-WM
Seit der privaten Trennung sind Hinners und Vogel auch schon wieder gemeinsam für das deutsche Nationalteam geritten, etwa Mitte Juni im französischen La Baule und zuletzt im schwedischen Falsterbo. „Von daher kommen wir, glaube ich, sehr gut als Team zurecht Richtung Weltmeisterschaft“, sagt Vogel. „Wir ergänzen uns immer noch sehr gut als Team. Wir fühlen uns immer noch stärker, wenn wir zusammen auf dem Turnier sind.“Die Ziele formuliert Vogel etwas forsch. „Die Ziele sind ganz klar, dass wir auf jeden Fall – das muss die Erwartungshaltung sein, der Ehrgeiz sein – eine Teammedaille gewinnen, am liebsten natürlich Gold.“ Nach einem kurzen Zögern fügt er an: „Aber wir wissen alle, unser Sport ist sehr nah beieinander im Moment.“
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