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Artin Mavraj, 21-jähriger Bodybuilder aus Kaltern.

Ein Kalterer auf den Spuren von Arnold Schwarzenegger

Fitness und Bodybuilding wird immer mehr zur Trendsportart – auch auf Wettbewerbsniveau. Ein 21-jähriger Kalterer hat nun auf nationaler, aber auch internationaler Bühne für Aufsehen gesorgt.

Vor viereinhalb Jahren machte es bei Artin Mavraj klick. „Ich habe mich im Spiegel angeschaut und bin mir da immer zu dünn und zu klein vorgekommen. Also habe ich begonnen, ins Fitnessstudio zu gehen“, beschreibt der Kalterer seine Anfänge. Mit der Zeit kam er auf den Geschmack, kniete sich hinein, fing an, sich bewusst zu ernähren und merkte schon bald: „Fitnessstudio alleine – das ist mir zu wenig.“ Also reifte der Gedanke, an Wettbewerben teilzunehmen. Eine richtige Entscheidung, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte.

Bei den Wettbewerben präsentiert Artin seinen Körper.

Mitte Juni nahm Mavraj erstmals an einem Wettbewerb teil, nämlich an den Italienmeisterschaften in Livorno. Heißt: Vor einer zehnköpfigen Jury musste Artin, der im Kosovo geboren wurde und mit zwei Jahren nach Kaltern kam, mit verschiedenen Posen punkten. Mal den Bizeps präsentieren, mal den breiten Rücken offenbaren, mal die Brustmuskeln spielen lassen – und am Ende das Urteil der Jury anhören. Und das fiel für Mavraj mehr als positiv aus: Bei seinem ersten Wettbewerb überhaupt setzte er sich gegen alle Konkurrenten durch und errang den Sieg.
Vom Nobody zum Junioren-Weltmeister
Als Zuckerle obendrein durfte er wenige Tage später auch an der Weltmeisterschaft der N.A.B.B.A., also der National Amateur Body-Builders' Association, teilnehmen. Das ist eine der bekanntesten Bodybuilding-Organisationen weltweit, an deren Wettbewerben auch schon ein gewisser Arnold Schwarzenegger teilgenommen und auch gewonnen hat. Dass Artin Mavraj ein klein wenig auf den Spuren von „Arnie“ wandelt, zeigte er bei der Weltmeisterschaft auf: In der Junioren-Klasse holte er sich prompt den Sieg. Zwei Wettbewerbe, zwei Siege – eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.

Mavraj mit der Weltmeisterschafts-Trophäe.

Bodybuilding heißt aber auch Opferbereitschaft. „Disziplin und Wille sind hier besonders wichtig, um nicht zu sagen fundamental“, erklärt Mavraj. Deshalb ist sein Tagesablauf auch streng geregelt. Unter Tags arbeitet der Kalterer als Hydrauliker und muss in geregelten Abständen immer wieder etwas essen. Am Abend folgt dann das spezifische Training – mal Arme, mal Brust, mal Schultern oder Beine. Vor einem Wettbewerb muss Artin natürlich noch intensiver trainieren. „Darauf bereite ich mich vier bis fünf Monate vor“, so der Kalterer.
„Amerika wäre ein Traum“
Die Früchte der harten Arbeit konnte er jedenfalls mit zwei Titeln schon zum Teil ernten. Einen konkreten Plan für die Zukunft hat Artin aber noch nicht geschmiedet. „Ich lasse jetzt mal alles auf mich zukommen.“ Obwohl – eine Sache würde ihn schon reizen. „Ein Auftritt in Amerika, das wäre natürlich ein Traum.“

Autor: det

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