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Yemaneberhan Crippa holte zum Abschluss Gold für Italien. © ANSA / CHRISTIAN BRUNA

EM-Medaillen: Deutschland und Italien geben den Ton an

Nachdem der finale Wettkampftag bei den Multi-Europameisterschaften in München ohne Südtiroler Beteiligung über die Bühne gegangen ist, spitzte sich der Kampf im Medaillenspiegel nochmals richtig zu. Bei der Schwimm-EM in Rom dominierte hingegen Italien.

Am Sonntag standen beim zehnten und damit letzten Tag der EM in München noch einige spannende Entscheidungen an. Beim Straßenrennen der Frauen, mit drei Finalrunden durch die Münchner Altstadt, schrammten die Italienerinnen knapp an dem EM-Titel vorbei. Die bitter enttäuschte Weltmeisterin Elisa Balsamo, sowie Jungstar Rachele Barbieri wurden im Zielsprint nur von der weltbesten Sprinterin Lorena Wiebes (bereits 17 Saisonssiege) aus dem starken niederländischen Team geschlagen. Die deutsche Routinierin Lisa Brennauer sprintete im letzten Rennen ihrer Karriere als Vierte knapp an der Medaille vorbei.


Im Beachvolleyball der Männer flog das stark favorisierte Duo Anders Berntsen Mol und Christian Sandlie Sørum aus Norwegen im Halbfinal gegen das schwedische Paar David Åhman und Jonatan Hellvig in drei Sätzen raus. Einige Stunden später dominierten die krassen Außenseiter aus Schweden das Finale gegen die Tschechen Ondrej Perusic und David Schweiner und feierten damit den mit Abstand größten Erfolg ihrer jungen Karriere.

Die Leichtathleten beenden die EM
Den Abschluss der EM machte die olympische Kerndisziplin – die Leichtathletik. Dort sorgte Jaruslava Mahutschich aus der Ukraine für einen ganz besonderen Moment. Die Hochspringerin holte sich nach Hallen-EM-Gold im März auch den Titel unter freiem Himmel. Die 20-Jährige musste ihr Heimatland wegen des Krieges verlassen, lebt und trainiert seither in Deutschland.

Der Medaillenspiegel.


Über die 10.000 Meter lief der Italiener mit äthiopischen Wurzeln Yemaneberhan Crippa vor den Norweger Zerei Kbrom Mezngi und den Franzosen Yann Schrub zu Gold. Das traditionelle Finale der EM machten die Staffelwettbewerbe auf der Bahn. Olympiasieger Italien verpasste in der 4x100-m-Staffel den Einzug ins Finale, wo Großbritannien vor Frankreich und Polen siegte. Bei der allerletzten Entscheidung der EM 2022, der Staffel der Frauen, scheiterten die favorisierten Engländerinnen bei der Stabübergabe – der Weg für Deutschland war frei. Zweiter wurde Polen, vor Italien, die den misslungenen Auftritt der Männer wieder wett machten.

Im Medaillenspiegel wird es nochmals spannend
Im Kampf um den Medaillenspiegel machte es Großbritannien nochmal spannend. Durch zwei EM-Titeln (Barren und Sprung) sowie drei weiteren Bronzemedaillen im Turnen, rückten sie bis auf eine Medaille an das von Beginn an führende Deutschland heran. Der Tischtennisspieler Dang Qiu brachte dank seines Goldenen im Finale des Männer-Einzels Deutschland wieder in Führung. Mit dem Europameistertitel von Speerwerfer Julian Weeber fixierte der Gastgeber den Gewinn des Titels als erfolgreichste Nation der EM. Am Ende hatte Team Deutschland zwei Goldmedaillen mehr auf dem Konto wie Großbritannien.
Medaillenregen bei der Schwimm-EM für Italien
Die Azzurri haben bei der Heim-EM in Rom durch die Bank dominiert und mit 68 Medaillen gleich viel Edelmetall erobert, wie die nächsten vier Nationen im Medaillenspiegel zusammen. Zum Abschluss der EM holte sich auch die italienische Mixed-Staffel im Freiwasser über 4x1250 Metern Gold, vor Ungarn und Frankreich. Im Wettkampf über 10 Kilometer gewann Domenico Acerenza Gold vor den zwei Franzosen Marc-Antoine Olivier und Logan Fontaine. Während im Synchronspringen der Männer vom 3-Meter-Brett Giovanni Tocci und Francesco Marsaglia die Silbermedaille gewinnen konnten.

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