
Armin Runer wurde im ausverkauften Halbfinale zum Man of the Match gewählt. © pm
Faustball-EM: Italien kämpft jetzt um Bronze
Italien hat am Freitag bei der Faustball-Europameisterschaft gegen Dänemark überzeugt und sich mit Österreich einen packenden Fünf-Satz-Krimi geliefert. Am Samstag steht der Kampf um die Bronzemedaille gegen die Schweiz auf dem Programm.
15. August 2026
Von: pm
Der dritte Tag der Faustball-EM in Tondern hat Italiens Nationalmannschaft den bislang größten Erfolg des Turniers beschert: Mit einem klaren Sieg gegen Gastgeber Dänemark zog die Squadra Azzurra ins Halbfinale ein. Dort war gegen den ungeschlagenen Titelfavoriten Österreich nach einem packenden Fünf-Satz-Krimi Endstation. Damit kämpft Italien am Samstag um die Bronzemedaille.
Vor mehr als 2.500 Zuschauern in der ausverkauften BankPark Tondern Arena ging Italien als Favorit in die Partie gegen Dänemark. Trainer Florian Runer und Jörg Ramel setzten im Angriff auf Dennis Thalmann, während Moritz Menz nach überstandener Verletzung ins Team zurückkehrte. In der Abwehr vertraute man dem bewährten Block aus Philipp Deutsch, Philipp Spornberger und Valentin Schwarz.
Keine Probleme gegen Dänemark
Die Azzurri erwischten den besseren Start und kontrollierten das Geschehen von Beginn an. Mit sicherer Abwehrarbeit und variablem Angriffsspiel ließ man den Hausherren selten eine Chance. Dänemark konnte nur phasenweise mithalten, am Ende stand ein ungefährdeter 3:0-Satzsieg. Zum Man of the Match wurde Philipp Deutsch gewählt, der ein fehlerfreies Spiel zeigte. „Dies war unser wichtigstes Spiel im Turnier, das wir unbedingt gewinnen wollten. Wir haben das mit einer souveränen Art und Weise erledigt. Wir freuen uns nun auf das Halbfinale“, so Deutsch nach der Partie.Dennis Thalman und Trainer Florian Runer bejubeln den Halbfinaleinzug. © pm
Im Halbfinale gegen den bis dahin ungeschlagenen Titelfavoriten Österreich setzte Italien auf seine erfahrenste Formation mit Armin Runer und Moritz Menz im Angriff sowie der Abwehrreihe Schwarz–Deutsch–Spornberger. Der Start missglückte dennoch und im ersten Satz kam Italien gegen den Favoriten deutlich unter die Räder.
Der zweite Satz gestaltete sich jedoch ausgeglichener und die Azzurri hatten sogar zwei Satzbälle, die jedoch nicht verwertet werden konnten. Im dritten Satz platzte schließlich der Knoten: Italien rang Österreich eindrucksvoll den ersten Satzverlust des gesamten Turniers ab. Satz vier und fünf gingen jedoch erneut hart umkämpft an die Österreicher, die sich damit den Finaleinzug sicherten. Zum Man of the Match auf Italiens Seite wurde Kapitän Armin Runer gewählt.
Volle Konzentration aufs Bronzespiel
„Das war ein sehr ambivalentes Spiel. Zu Beginn waren wir überhaupt nicht im Spiel und uns unterliefen zu viele einfache Fehler. Aber wir haben uns spätestens ab dem zweiten Satz zurück ins Spiel gekämpft und den dritten Satz sogar gewonnen. Wir haben gezeigt, dass wir mit den besten Mannschaften der Welt mithalten können, wenn wir unser bestes Faustball zeigen“, resümierte Runer.Italien will die Bronzemedaille. © pm
Deutschland im Finale, Italien gegen die Schweiz um Bronze
Im zweiten Halbfinale setzte sich Titelverteidiger Deutschland in einem dramatischen Sieben-Satz-Krimi gegen die Schweiz durch und zieht damit ins Finale ein. Für Italien und die unterlegene Schweiz bedeutet das ein Wiedersehen: Am Samstag treffen beide Teams im kleinen Finale um die Bronzemedaille aufeinander.
Co-Trainer Jörg Ramel gibt die Marschroute für den letzten Turniertag vor: „Wir wollen morgen nochmals alle Reserven mobilisieren und die Bronzemedaille attackieren.“ Mit dem Halbfinaleinzug hat Italien sein selbst gestecktes Turnierziel bereits erreicht. Nun soll mit einer Medaille die Krönung eines starken Auftritts in Tondern gelingen.
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