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Michael Smith ist der neue Darts-Weltmeister. © APA/afp / ADRIAN DENNIS

Historischer Moment im Finale der Darts-WM

Michael Smith hat sich in einem denkwürdigen Finale erstmals die WM-Krone aufgesetzt und ein Stück Darts-Geschichte geschrieben.

Der 32 Jahre alte Engländer setzte sich nicht nur mit 7:4 gegen den Niederländer Michael van Gerwen durch, sondern warf in dem Endspiel auch einen Neun-Darter und wird nach dem Triumph von London erstmals die Weltrangliste anführen. Nach einem starken Turnier und einem furiosen Finale sind 500 000 Pfund (rund 565 000 Euro) und die 25 Kilogramm schwere Sid Waddell Trophy der Lohn für den „Bully Boy“, der einen Tag nach dem Halbfinal-Sieg über den Deutschen Gabriel Clemens als Außenseiter in die Partie gestartet war.


Für van Gerwen, der seinen Teil zu einem der besten WM-Endspiele der Geschichte im Alexandra Palace beitrug, ist die Rückkehr auf den Darts-Thron verschoben. Neben drei Titeln (2014, 2017 und 2019) hat sich der 33-Jährige nun auch schon in drei weiteren WM-Endspielen geschlagen geben müssen.

Neun perfekte Darts

Über eine halbe Stunde nach der geplanten Startzeit 21.00 Uhr legten Smith und van Gerwen erst los. Und wie: In Satz zwei trugen sich geschichtsträchtige Darts-Momente zu. „Mighty Mike“ warf acht perfekte Darts, im direkten Gegenzug gelang Smith ein seltener Neun-Darter, den es bei dieser WM noch überhaupt nicht und in einem WM-Finale seit zwölf Jahren nicht gegeben hatte. Das Publikum tobte nach diesem perfekten Durchgang.

Smith (links) und van Gerwen (rechts) lieferten sich einen historischen Fight. © APA/afp / ADRIAN DENNIS


Zum ersten Mal in diesem Turnier bekam van Gerwen Probleme. Nach dem emotionalen Neun-Darter hatte Smith kurzzeitig das Momentum auf seiner Seite, das Publikum war in dem hochklassigen Match sowieso auf der Seite des Engländers. Smith führte mit 2:1, es war van Gerwens erster WM-Rückstand in sechs Spielen. Doch der Mann im grellgrünen Shirt brauchte nicht lange, um sich zu erholen. Kurze Zeit später hatte er zwei aufeinanderfolgende Sets gewonnen und die Führung zurückgeholt – es sollte die letzte an diesem Abend bleiben. Es war ein Spektakel, bei dem beide Akteure zeitweise an Pfeilwurf-Maschinen erinnerten. Am Ende setzte sich der Engländer verdient durch.

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