
Ist seiner Leidenschaft dem Motorsport trotz aller Handicaps treu geblieben: Alex Zanardi. © ANSA / ANSA
Kämpfer und Inspiration: Sportwelt trauert um Zanardi
In seiner Gegenwart verlor Klagen jede Bedeutung. Alessandro Zanardi umgab eine besondere Aura. Er verströmte einfach ein gutes Gefühl, er blieb Optimist auch in schwersten Situationen.
03. Mai 2026
Von: dpa/sn
Er wurde ein von fast unerträglichem Leid geplagtes Sinnbild des Nicht-Aufgeben-Wollens. „Keine Grenzen – Unmöglich ist nur ein Wort“, lautete der Titel einer Dokumentation über den früheren Formel-1-Piloten und späteren Paralympics-Sieger. Nun ist Alex – wie ihn die meisten nannten – Zanardi tot. Mit nur 59 Jahren. Von einem schweren Unfall mit einem Handbike 2020 hatte sich der Italiener nicht mehr erholt.
Die Motorsport- und die gesamte Sportwelt trauern um eine große Persönlichkeit und Inspiration für viele Menschen. „Ein Held größten Kalibers“, schrieb die Formel 1 in einer Huldigung. „Er stand vor Herausforderungen, die jeden anderen zum Aufgeben gebracht hätten, doch er blickte stets nach vorne – immer mit einem Lächeln und einer unerschütterlichen Entschlossenheit, die uns alle inspirierte“, sagte Zanardi-Landsmann und Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali: „Auch wenn sein Verlust tief zu spüren ist, bleibt sein Vermächtnis ungebrochen.“
Der deutsche Autobauer BMW, für den Zanardi häufiger fuhr und auch als Markenbotschafter unterwegs war, erklärte: „'Alex' war ein wundervoller Mensch, unerschütterlicher Optimist und eine Inspiration für viele Menschen weltweit.“
Politik tief betroffen
Italiens Politik zeigte sich ebenfalls tief betroffen, nachdem Zanardis Familie den plötzlichen Tod am 1. Mai – dem Todestag auch von Formel-1-Ikone Ayrton Senna (er starb 1994) – bekanntgegeben hatte. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni würdigte Zanardi als „außergewöhnlichen Menschen, der jede Prüfung des Lebens in eine Lektion in Mut, Stärke und Würde verwandeln konnte“.Auch die großen Fußballclubs wie Inter Mailand oder Juventus ehrten den großen Sportler in den sozialen Netzwerken. Die Gazzetta dello Sport schrieb: „Der Rennfahrer und Paralympionike, der Italien gelehrt hat, niemals aufzugeben.“
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