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Kämpften um jeden Ball: Simon Prudenziati (links), Armin Runer (Nr. 11) und Italiens Faustballer. © Franz Spiess

Nur die Krönung fehlt: Italiens Faustballer begeistern in Kaltern

Die Faustball-Europameisterschaft in Kaltern ist am Sonntagnachmittag zu Ende gegangen. Den Sieg krallte sich wenig überraschend die deutsche Auswahl, doch auch Italien – bestehend aus ausschließlich Südtiroler Spielern – wusste zu begeistern.

Kaiserliches Wetter, Fans aus den verschiedensten Ländern Europas, spektakuläre Spiele und tolle Atmosphäre: Die Faustball-Europameisterschaft inmitten des Altenburger Waldes in Kaltern war ein voller Erfolg. Am Sonntag gingen auf dem Fußballplatz im Überetscher Weindorf die Finalspiele über die Bühne. Die Krone setzte sich dabei wenig überraschend die Mannschaft aus Deutschland auf.


Im Finale behielten die Deutschen gegen den ewigen Rivalen Österreich mit 4:1 die Oberhand. Der Sieg des Branchen-Primus war hochverdient, denn ausgeglichen war das Endspiel lediglich im dritten Satz, den Österreich mit 11:9 für sich entscheiden konnte. Die weiteren Abschnitte gingen mit 11:7, 11:6, 11:7 und 11:7 klar an die schwarz-rot-goldenen Faustballer, die mit 1,99-Meter-Schlagmann Patrick Thomas den überragenden Spieler des Turniers in ihren Reihen hatten. Es war dies der 15. EM-Titel für Deutschland.

Azzurri kämpfen wacker, verpassen aber Medaille
Italien landete im Endranking auf Platz 4. Nachdem sich die Azzurri, die ausschließlich aus Spielern des SSV Bozen bestehen, am Samstag im Halbfinale gegen Turniersieger Deutschland geschlagen geben mussten, stand am Sonntag das Spiel um Platz 3 gegen die Schweiz an. Obwohl die Sonne für eine hochsommerliche Hitze im Altenburger Wald sorgte, fanden sich zahlreiche Zuschauer ein und sorgten für eine besondere Atmosphäre. Diese Atmosphäre verwandelte sich nach dem ersten Satz sogar in Euphorie, denn die Lokalmatadoren hatten diesen mit 11:9 für sich entscheiden können. Damit war der erste Satzgewinn bei dieser EM gegen eine der drei Top-Nationen unter Dach und Fach, manch einer begann wohl schon mit der Träumerei nach einer Sensation.

Zeigte eine gute Leistung: Italiens Schlagmann Armin Runer. © Franz Spiess


Anschließend besann sich die favorisierte Schweiz jedoch ihrer Stärken und sicherte sich die vier folgenden Abschnitte mit 11:3, 11:9, 11:5 und 11:8. Herausragend war die Leistung des eidgenössischen Schlagmanns Raphael Schlattinger, dem immer wieder extrem genaue Schläge mit sehr engem bzw. flachem Winkel gelangen. Aber auch Armin Runer, Schlagmann der Azzurri, zeigte ein tolles Match, wie auch seine Teamkollegen Simon Prudenziati, Fabian Obexer, Valentin Schwarz, Thomas Meran und Christian Scartezzini. Auch Nachwuchsmann Jakob Riegler kam zu Kurzeinsätzen. Die vom SSV Bozen gestellten Azzurri konnten also begeistern, nur die Krönung – sprich die Medaille – blieb verwehrt. Die Jagd nach Edelmetall geht also weiter, denn eine EM-Medaille haben Runer & Co. noch nie geholt. Dafür gab es zum insgesamt siebten Mal den 4. Platz.
Ein weiteres Highlight wartet
Das Spiel um Platz 7 gewann am Vormittag Tschechien gegen Belgien mit 3:1 (9:11, 11:9, 11:7, 11:8) und das Match um Platz 5 Dänemark gegen Serbien ebenfalls mit 3:1 (8:11, 11:9, 12:10, 11:9). Nächste Faustball-Highlights sind noch heuer Mitte Juli die World Games (der nicht-olympischen Sportarten) in Birmingham in Alabama (USA) und die WM 2023 in Mannheim. An beiden Großveranstaltungen werden auch wieder die Bozner Faustballer dabei sein.

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