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Verurteilt: Carlos Nuzman. © APA/afp / LEON NEAL

Olympia: 30 Jahre Haft für Brasiliens Ex-NOK-Chef wegen Korruption

Der ehemalige Präsident des Brasilianischen Olympischen Komitees (COB), der 79-jährige Carlos Nuzman, ist im Zusammenhang mit Schmiergeldzahlungen bei der Vergabe der Sommerspiele in Rio 2016 zu 30 Jahren und elf Monaten Haft verurteilt worden.

Das berichteten brasilianische Medien am Donnerstagabend unter Berufung auf ein Gericht in Rio de Janeiro. Außer Nuzman wurden den Berichten zufolge auch der ehemalige Marketing-Chef des COB, Leonardo Gryner, zu 13 Jahren und zehn Monaten und der bereits wegen anderer Korruptionsfälle verurteilte Ex-Gouverneur von Rio de Janeiro, Sergio Cabral, zu zehn Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Alle drei waren 2017 wegen Korruption, Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche und Steuerhinterziehung angeklagt worden.


Cabral hatte 2019 erstmals die Zahlung von Schmiergeldern bei der Bewerbung der brasilianischen Millionenmetropole um die Olympischen Spiele 2016 eingeräumt. Er habe für zwei Millionen US-Dollar Stimmen gekauft, um die Spiele für Rio zu sichern, hatte Cabral bei einer Gerichtsanhörung gesagt.

Gemeinsam mit Nuzman, der auch Olympia-Organisationschef war, und dem brasilianischen Unternehmer Arthur Soares habe er vor der entscheidenden Abstimmung beim Internationalen Olympischen Komitee 2009 die Stimmen mehrerer IOC-Mitglieder gekauft, sagte Cabral. Der langjährige Chef des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF und IOC-Mitglied Lamine Diack sowie dessen Sohn hätten dabei geholfen. Rio setzte sich bei der Wahl gegen Madrid, Tokio und Chicago durch.
haz

Schlagwörter: Olympia Korruption Urteil

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