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Craig Reedie will Betrüger zur Rechenschaft ziehen © SID / TOFIK BABAYEV

Russische-Anti-Doping-Agentur kommt mit Ermahnung davon

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat in der Daten-Affäre auf Sanktionen gegen die russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA verzichtet. Wie die Doping-Jäger aus Montreal mitteilten, beließ es die WADA bei einer bloßen Ermahnung und sah von einer erneuten Suspendierung ab.

"Mehrere Mitglieder unserer Exekutivkomitees haben ihre Enttäuschung darüber geäußert, dass die Frist nicht eingehalten wurde, jedoch darin übereingestimmt, dass diesbezüglich keine Sanktionen verhängt werden sollten", sagte WADA-Präsident Craig Reedie: "Wir wollen vor allem sicherstellen, dass Betrüger zur Rechenschaft gezogen werden. Ich hoffe, dass die Athleten und andere sehen, dass wir diesbezüglich gute Fortschritte machen."

Die RUSADA hatte es nicht geschafft, Inspekteuren der WADA bis zum 31. Dezember Zugang zu den Daten aus dem sogenannten Laboratory Information Management Systems (LIMS) des Moskauer Kontrolllabors zu verschaffen. Das war aber Voraussetzung dafür, dass die WADA im vergangenen September die Suspendierung gegen die RUSADA aufgehoben hatte.

Die Nationale Anti-Doping-Agentur Deutschlands (NADA) kritisierte die Entscheidung, keine schärferen Sanktionen gegen die Russen zu verhängen. "Die Missachtung der gesetzten Frist zur Übergabe der Daten um mehr als zwei Wochen seitens der Verantwortlichen in Russland ist nicht akzeptabel und schafft wenig vertrauen für den weiteren Vorgang", teilte die NADA mit.

Autor: sid

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