Q Sport Mix

Die erfolgreichen Südtiroler Staffeln

Südtirol dominiert die Orientierungslauf-Italienmeisterschaften

Am vergangenen Wochenende gingen in Sgonico bei Triest die Italienmeisterschaften der Orientierungsläufer über die Langdistanz und in der Staffel über die Bühne.

Zunächst wurden die Wettkämpfe über die Langdistanz ausgetragen. Bei sommerlichen Temperaturen ging es für die Athleten durch äußerst schwieriges Karstgelände. Typische Merkmale sind steiniger Boden, zahlreiche Senken, viele Steinmauern und mediterrane Vegetation mit teilweise niederem Bewuchs, welcher sowohl die Belaufbarkeit als auch die Sicht einschränkt. Entsprechend anspruchsvoll waren dann auch die Bahnen – und und einmal mehr war viel kartentechnische Erfahrung gefragt. Diese brachten die Südtiroler Orientierungsläufer offensichtlich mit.

Denn der bereits 41-jährige Mikhail Mamleev (Terlaner Orientierungsläufer) konnte sich in der Elite-Kategorie der Herren vor seinem Teamkollegen Klaus Schgaguler durchsetzen. Mamleev, der ehemalige Europameister, der vor zwei Jahren seine internationale Karriere beendet hat, hatte zwar einige kleinere Fehler zu beklagen, allerdings kam in diesem Gelände wohl kaum jemand ganz fehlerfrei durch den Lauf. „Die Beine sind immer noch schnell genug und auch der Kopf hat mitgespielt“, meinte er im Ziel. Schgaguler hatte so wie Mamleev etwas Zeitverlust zu beklagen und hatte nach gut 90 Minuten Laufzeit 20 Sekunden Rückstand. „Es ist nach wie vor eine Ehre, hinter dem Meister Mamleev den zweiten Platz zu belegen,“ sagte Schgaguler. Den dritten Platz belegte der Italienmeister des letzten Jahres Michele Caraglio (CUS Bologna).

Auch bei den Damen ging der Sieg nach Südtirol. Die ebenfalls sehr erfahrene Christine Kirchlechner (SC Meran) holte den Titel auf souveräne Art und gewann mit großem Vorsprung vor ihrer Teamkollegin Carlotta Scalet, die eigentlich aus dem Trentino stammt und seit diesem Jahr für Meran läuft. Kirchlechner berichtete, sie habe im ersten Teil Schwierigkeiten gehabt, sich voll auf den Lauf zu konzentrieren und deshalb einige kleinere Fehler gemacht. Nach den ersten 15 Minuten hatte sie die Situation dann aber vollkommen im Griff und konnte ihr Rennen überlegen beenden. Den dritten Platz belegte Nicole Scalet (U.S. Primiero).


Der Nachwuchs gibt sein Bestes


Vera Chiusole (SC Meran) kürte sich in der Kategorie der Mädchen bis 16 zur Italienmeisterin. Lukas Patscheider (TOL), Favorit in der Kategorie der Buben bis 18, unterlief hingegen gegen Ende seines Laufes ein größerer Fehler, der ihm den Sieg kostete. Er musste sich mit der Bronzemedaille zufriedengeben.

Weitere Titel für Südtirol holten Sabine Rottensteiner (TOL) in der Kategorie W35, Verena Troi (TOL) in der Kategorie W40, Oleg Anuchkin (TOL) in der Alterklasse M50 und Rudi Mair (TOL/M55). Den ersten Platz belegte auch Sonia Rampado in der Kategorie der Mädchen bis zu 10 Jahren, in der allerdings kein Titel vergeben wird. Weitere Medaillen gab es für Dario Beltramba (TOL, 2. M 50), Andreas Weitlaner (Haunold Orienteering Team, 2. M40), Giuliano Rampado (TOL, 3. M40), Trude Unterhofer (TOL, 2. W70), Rosaria Travella (TOL, 3. W70).


Südtirol auch in der Staffel stark


Nach den Rennen auf der Langdistanz fanden im selben Gelände die Staffelbewerbe statt. In der Elite-Kategorie der Herren lief Jonas Rass die erste Teilstrecke für den TOL und kam mit einem Rückstand von 1min 45sec zur Übergabe. Mikhail Mamleev konnte auf der zweiten Strecke die Führung übernehmen, Klaus Schgaguler brachte den Sieg sicher ins Ziel. Bei den Damen übernahm Carlotta Scalet vom SC Meran auf der ersten Strecke die Führung, die Heike Torggler auf der zweiten Strecke trotz etwas Zeitverlust halten konnte. Christine Kirchlechner legte erneut einen guten Lauf hin und so stand dem Italienmeistertitel in der Staffel nichts mehr im Weg.

Darüber hinaus siegten in der Kategorie der Mädchen bis 17 die Staffel des SCM mit Emma Garber, Johanna Hölzl und Vera Chiusole und bei den Buben bis 17 das Team des TOL mit Tiziano Braiato, Michele Paganini und Lukas Patscheider. Bei den Masters gab es noch zwei Italienmeistertitel für den TOL: In der Kategorie W35 siegten Verena Troi, Federica Ragona und Sabine Rottensteiner, in der Kategorie M45 gewannen Dario Beltramba, Rudi Mair und Oleg Anuchkin. Einen dritten Platz gab es für Christine Schgaguler, Trude Unterhofer und Elisabeth Gruber (TOL) in der Kategorie W55.

Autor: sportnews

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210