Q Sport Mix

Winterspiele in Europa? Eine schwierige Aufgabe © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Winterspiele 2026: Europa bleibt Wackelkandidat

Bewerber für Olympische Spiele zu finden, fällt dem IOC nicht leicht. Für die Winterspiele 2026 sind Sion und Graz/Schladming abgesprungen. Die IOC-Exekutive berät in Lausanne das Bewerbungsthema mit Vorrang.

Olympische Winterspiele in den Alpen, dort, wo der Wintersport zu Hause ist und wo seine Tradition lebt? Dieser Traum von IOC-Präsident Thomas Bach ist fast schon passé, nachdem in Sion/Schweiz und den österreichischen Städten Graz/Schladming zwei Bewerber für die Spiele 2026 abhandengekommen sind. Und weitere vorzeitige Kandidaten-Abschiede sind nicht ausgeschlossen.

IOC berät in Lausanne

Das Thema Winterspiele 2026 hat am Mittwoch auf der Exekutivsitzung des Internationalen Olympischen Komitees in Lausanne erste Priorität.
Es kann zudem in acht Jahren ein denkwürdiges Jubiläum geben: 20 Jahre Winterspiele außerhalb Europas. Denn in Stockholm könnte die Bevölkerung noch Stopp sagen – oder die Politik: In Schweden sind am 9. September Parlamentswahlen. Auch Italiens Städtetrio Mailand, Turin und Cortina d'Ampezzo könnte noch ausgebremst werden. Für 2020 und 2024 musste Rom Sommerspiele-Bewerbungen zurückziehen: Einmal intervenierte die Regierung, das zweite Mal das Stadtoberhaupt. Zuletzt war Turin 2006 Olympia-Schauplatz.
Die IOC-Spitze wird am Mittwoch zu Beginn der dreitägigen Tagung über die Winterspiele 2026 und die verbliebenen fünf Kandidaten beraten. Neben Stockholm und Italiens Städteverbund sind noch Erzurum/Türkei als Außenseiter sowie Calgary/Kanada und Sapporo/Japan im Rennen.

Winterspiele 2026: Entscheidung 2019

Die Entscheidung über die Vergabe der Winter-Edition 2026 fällt schon nächstes Jahr im September in Mailand. Ob bis dahin bei den Menschen in den Bewerberländern zudem angekommen ist, dass das IOC mehr als 100 Maßnahmen beschlossen hat, die Kosten für den Winterspiele-Ausrichter 2026 erheblich zu senken sowie Format und Programm an die Gastgeberstadt besser anzupassen?
Im Vergleich mit den Winterspielen 2022 in Peking sollen die Kosten vier Jahre später um rund 527 Millionen Dollar sinken und der IOC-Zuschuss auf 925 Millionen Dollar (2022: 880 Millionen) steigen.

Autor: dpa

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210