
Juan Carlos Ferrero und Carlos Alcaraz bei der Arbeit. © ANSA / CHRISTOPHE PETIT TESSON
Alcaraz' Ex-Trainer legt nach: „Nicht mit ihm gesprochen“
In ein Winterloch fallen die Tennis-Fans dieser Welt nicht – dafür sorgt die Trennung von Carlos Alcaraz und Trainer Juan Carlos Ferrero. Letzterer legte nun nach Aussagen des Vaters seines ehemaligen Schützlings nach.
28. Dezember 2025
Von: nie
Die überraschende Trennung zwischen Carlos Alcaraz und seinem langjährigen Coach Juan Carlos Ferrero sorgt weiterhin für Gesprächsstoff in der Tenniswelt. Während sich der Weltranglistenerste selbst bislang in Schweigen hüllt und weiter trainiert, hat Ferrero nun erneut öffentlich Stellung bezogen – und dabei neue Details preisgegeben. Die Aussagen gelten als unmittelbare Reaktion auf das knappe Statement von Alcaraz' Vater: „Jeder kann sich aufgrund seines Wissens seine eigene Meinung bilden.“
Auslöser der Trennung sei laut Ferrero ein neuer Vertragsentwurf gewesen, erklärte Ferrero im spanischen Radio RNE. „Ich war mit einigen Punkten nicht einverstanden, habe das auch klar gesagt, aber wir konnten keine Einigung erzielen. Das ist alles“, so der ehemalige Weltranglistenerste. Bis zu diesem Moment habe es keinerlei Spannungen gegeben: „Wir hatten das ganze Jahr über keine Diskussionen, weder mit Carlos noch mit jemandem aus seinem Umfeld.“
Ferrero bleibt seinen Werten treu
Mit deutlichen Worten verwies Ferrero zudem auf persönliche Prinzipien, die für ihn nicht verhandelbar gewesen seien. Er sei „seinen Werten treu geblieben“, einige Dinge habe er deshalb nicht akzeptieren können. „Wir sind alle unterschiedlich, und manchmal muss man das einfach akzeptieren“, sagte er. Eine Aussage, die als indirekter Seitenhieb verstanden werden kann.Juan Carlos Ferrero und Carlos Alcaraz bei den French Open. © AFP / THIBAUD MORITZ
Auch das Verhältnis zu seinem früheren Assistenten Samu López sprach Ferrero an. Nach langen Jahren der Zusammenarbeit sei eine gewisse Abnutzung normal gewesen, betonte er zugleich aber die große Bedeutung von López’ Rolle im Trainerteam. Mit Alcaraz selbst habe er seit der Trennung noch keinen Kontakt gehabt. „Ich habe nicht mit ihm gesprochen. Er braucht jetzt Ruhe, um gut trainieren zu können. Mit etwas Abstand können sich die Dinge ordnen“, erklärte Ferrero und kündigte an, sich zu einem späteren Zeitpunkt melden zu wollen. „Er weiß, dass ich für ihn da bin.“
Ferrero schließt Comeback nicht aus
Emotional zeigt sich Ferrero weiterhin betroffen, gibt jedoch zu, die Trennung langsam zu verarbeiten. „Die Menschen haben die geleistete Arbeit und das Vermächtnis erkannt, das wir hinterlassen. Deshalb bin ich im Reinen“, sagte er. Eine endgültige Tür für eine mögliche Wiedervereinigung ließ er offen: „Ein klares Nein zu sagen, ist unmöglich.“Profil bearbeiten
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