
Jannik Sinner als interessierter Zuschauer. © Screenshot
Als Zuschauer: Sinner von Youngster beeindruckt
Nur wenige Stunden nach seinem gewonnenen Auftaktmatch beim Masters-1000-Turnier von Madrid kehrte Jannik Sinner ins Estadio Manolo Santana zurück, um ein aufstrebendes Talent genau unter die Lupe zu nehmen.
25. April 2026
Von: leo
Jannik Sinner achtet stets darauf, keine mentalen und körperlichen Energien zu vergeuden. Nach seinen Matches befolgt der 24-Jährige daher eine klare Routine: Eisbad, Physiotherapie – und dann ab ins Hotel, um viel zu schlafen. Nach seinem Sieg gegen Benjamin Bonzi machte der Sextner jedoch eine Ausnahme. Verantwortlich dafür war ein Spieler namens Rafael Jodar.
Der 19-Jährige aus Madrid war vor einem Jahr nur Insidern ein Begriff. Er spielte College-Tennis an der Universität von Virginia und entschied sich erst im Dezember des letzten Jahres, nach exzellenten Ergebnissen bei den Next Gen ATP Finals, Profi zu werden. Dieser Plan ging voll auf: Zu Beginn des Jahres noch auf Platz 165 der Weltrangliste klassiert, ist er nun schon auf Platz 42 vorgeprescht. Seinen ersten Titel gewann er vor wenigen Wochen beim ATP-250-Turnier von Marrakesch.
Sinner wollte sich am Freitag selbst ein Bild von Jodar machen, der wegen seines druckvollen Spiels auf beiden Schlagseiten und seiner Körpermaße (1,91 Meter groß, nur 70 Kilogramm schwer) mit dem Weltranglistenersten verglichen wird. An der Seite seiner Coaches Darren Cahill und Simone Vagnozzi sah der Südtiroler, wie Jodar Alex De Minaur (ATP 8) beim 6:3, 6:1-Erfolg nicht den Hauch einer Chance ließ. Es war der erste Sieg über einen Top-10-Spieler in Jodars Karriere.
Kommt es zum Duell?
Sinners Interesse am jungen Spanier ist auch mit dem Tableau in Madrid zu erklären. Jodar könnte nämlich im Viertelfinale auf den Sextner treffen. Bevor es dazu kommt, müssen beide Akteure noch zwei Partien gewinnen.Rafael Jodar hat einen unglaublichen Aufstieg hinter sich. © ANSA / SERGIO PEREZ
Sinner trifft am Sonntag auf den Dänen Elmer Møller (ATP 169). Jodar bekommt es hingegen mit dem gleichaltrigen Joao Fonseca (ATP 31) zu tun. Kurios: Letzterer hat in Madrid noch keinen Ball geschlagen. Nach dem Freilos zum Auftakt profitierte er in der zweiten Runde vom Rückzieher des Kroaten Marin Cilic. Nun steht ihm mit Jodar gleich eine sehr hohe Hürde bevor.
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