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Wolfgang Wanker (Bildmitte) stellte heute das Tuirnier in St. Ulrich vor Andreas Seppi spielt heuer erstmals in Gröden Berger, OK-Chef Wanker, Prinoth, Prader, Holzer und Vittur Der US-Amerikaner Rajeev Ram kommt als Titelverteidiger (Fotos Alex Runggaldier)

Andreas Seppi ist der große Star des ATP-Challengers in Gröden

Die wichtigste Meldung gab es schon letzte Woche: Andreas Seppi ist der große Star bei der dritten Auflage des ATP-Challenger-Turniers in St. Ulrich. Aber das, wie im Vorjahr mit 64.000 Euro dotierte Sparkasse ATP Challenger Val Gardena Südtirol, hat noch viel mehr zu bieten. Vier aktuelle Top-100-Spieler haben neben Seppi für das größte Tennisturnier Südtirols genannt, das in diesem Jahr von 3. bis 11. November in der Tennishalle von Runggaditsch ausgetragen wird.

“Unser Starterfeld kann sich wirklich sehen lassen. Wir freuen uns auf eine interessante Woche mit viel Spitzentennis“, sagte Turnierdirektor Wolfgang Wanker heute bei der Präsentation des Events in St. Ulrich. „Es war die richtige Entscheidung, das Turnier in der gleichen Woche wie 2011 auszurichten. Nur so hatten wir eine Chance, dass Seppi in Gröden aufschlägt und eine Wild Card akzeptiert“, sagt Wanker. In den letzten beiden Jahren hatte der Kalterer dem gleichzeitig ausgetragenen ATP-Masters-Turnier in Paris-Bercy den Vorzug gegeben. 2012 findet in der gleichen Woche auf höchstem Niveau nur mehr die ATP-Weltmeisterschaft mit den acht besten Spielern der Welt in London statt. „Unsere größte Konkurrenz ist das Challenger in Bratislava“.


Andreas Seppi ist das Zugpferd

„Andreas Seppi ist natürlich die große Attraktion in Gröden. Er ist das Beste, was unserem Turnier passieren konnte“, freut sich der Turnierdirektor. Der 28-jährige Kalterer ist derzeit die Nummer 22 der Weltrangliste, damit so gut platziert wie noch nie in seiner Karriere und die unumstrittene Nummer eins in Italien. Sein Antreten wird mit großem Interesse verfolgt werden und viele Südtiroler Fans nach Gröden locken. Schließlich hat Seppi das beste Jahr seiner Karriere hinter sich, das er mit einem „Heimsieg“ beenden möchte. 90 Weltranglistenpunkte und 9200 Euro Preisgeld warten auf den Gewinner. Seppi hat in diesem Jahr die ATP-Turniere in Belgrad auf Sand (gegen Benoit Paire) und erst am Sonntag auf Hartplatz in der Halle in Moskau (nach einer furiosen Aufholjagd gegen Thomaz Bellucci) gewonnen. In Eastbourne auf Rasen (gegen Andy Roddick) und in Metz in der Halle (gegen Jo-Wilfried Tsonga) verlor er erst im Finale. Unvergessen ist auch sein Auftritt in Roland Garros, wo er sich im Achtelfinale nach fünf Sätzen dem Weltranglistenersten Novak Djokovic geschlagen geben musste, oder sein Vorstoß in das Viertelfinale beim Masters-Turnier in Rom. Nach Siegen über John Isner und Stanislas Wawrinka war er im Viertelfinale gegen Roger Federer mit seinen Kräften am Ende.


Starke Konkurrenz für den Südtiroler

Aber die Konkurrenz ist groß. Im Vorbeigehen wird Seppi auch zu Hause nicht gewinnen können. „Wir haben mit Titelverteidiger Rajeev Ram aus den USA (ATP 93) und Jan Hernych die beiden Finalisten von 2011 im Feld“, sagt Wanker. Auch der im Vorjahr als Nummer eins gesetzte Philipp Petzschner (im Halbfinale ist er in einem spannenden Match in drei Sätzen an Hernych gescheitert) kommt wieder nach Südtirol. Petzschner rangiert auf Platz 94 im ATP-Computer. Er hat 2010 in Wimbledon und 2011 bei den US Open mit Jürgen Melzer den Doppel-Titel geholt und zählt auch in diesem Jahr zu den Mitfavoriten. „Die Spieler, die im letzten Jahr gut gespielt haben, kommen wieder. Auch ein Beweis, dass sie sich bei uns wohl gefühlt haben“.

„Fünf Spieler aus Deutschland im Hauptfeld ist sehr gut“, sagt Wanker. Benjamin Becker kommt als Nummer 80 der Weltrangliste nach Gröden, er war 2007 schon einmal die Nummer 38 der Welt. Dominik Meffert, Dustin Brown (hat letztes Jahr in St. Ulrich den Doppel-Titel geholt) und der starke Aufschläger Daniel Brands, der letzte Woche in Wien beinahe Juan Martin Del Potro bezwungen hätte, kommen ebenfalls wieder.


Zweite Wild Card für Simone Bolelli

„Das Niveau ist insgesamt noch besser als im letzten Jahr. Die Top acht der Meldeliste gehören zu den Top 116 der Welt“, freut sich der OK-Chef. Und Wanker hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass der eine oder andere große Name noch dazu kommt. Wie der von Simone Bolelli. Der italienische Davis-Cup-Spieler hat um eine Wild Card angefragt und sie natürlich bekommen. „Bolelli stand hier 2010 im Halbfinale, er ist derzeit die Nummer 82 der Weltrangliste und damit der fünfte Top-100-Spieler, der bei unserem Turnier aufschlägt“, freut sich Wanker.

Eine Wlid Card fürs Hauptfeld bekommt auch der Barbianer Patrick Prader, der in Gröden als Tennislehrer arbeitet. Um eine Wild Card angesucht hat außerdem Farrukh Dustow. Der Usbeke, der viele Jahre lang in Südtirol gelebt und trainiert hat und sich auf dem schnellen Bross-Slide-Belag sehr wohl fühlt, könnte bei der einen oder anderen Absage aber noch direkt in das Hauptfeld rutschen. Mit den restlichen drei Wild Cards für das Hauptfeld wollen sich die Veranstalter bis zuletzt Zeit lassen.


Qualifikation: Wild Cards für Holzer, Vittur, Berger und Prinoth

Vier Spieler schaffen in der Qualifikation am 3. und 4. November (Samstag/Sonntag) den Sprung ins Hauptfeld. Bei den Wild Cards für die Qualifikation werden die Veranstalter wie immer den Südtiroler Spielern den Vorzug geben. Lokalmatador Patric Prinoth, Ex-Profi Thomas Holzer aus Kaltern haben die ersten beiden Wild Cards erhalten. Weitere zwei gehen an Simon Berger aus St. Lorenzen und Alex Vittur.


Neuer Belag erst 2013

Eigentlich hätte das wichtigste Tennisturnier in Südtirol in diesem Jahr auf einem neuen Belag ausgetragen werden sollen. „Aber in diesem Jahr wird noch auf dem Bross-Slide-Teppichboden gespielt. Für nächstes Jahr kann ich aber versprechen, dass wir einen neuen Hallenboden haben werden“, sagt Wanker.


Endspiele am Sonntag, 11. November ab 11 Uhr

Das Turnier beginnt am Samstag, 3. November mit der Qualifikation. Die beiden Endspiele in Einzel und Doppel sind für Sonntag, 11. November ab 11 Uhr angesetzt. Die Halbfinalspiele am Samstag, 10. November beginnen um 12 Uhr. Heuer wird erstmals in Gröden auch ein Eintritt verlangt. Die Qualifikationsspiele sind frei zugänglich, das Tagesticket von Montag bis Donnerstag kostet 5 Euro, von Freitag bis Sonntag hingegen 10 Euro.


Das Turnier live im Internet

Wie schon im letzten Jahr haben Tennisfans aus aller Welt die Gelegenheit, jeden Ballwechsel des Turniers live im Internet zu verfolgen. Auf der offiziellen Seite des Turniers www.atpvalgardena.it und natürlich auch unter www.atptourworld.com ist ein Livescore eingerichtet. Außerdem bietet Gröden auch einen Livestream der beiden Plätze an. Auch den traditionellen Sparkasse-Kids-Day wird es wieder geben: Am Montag, 5. November haben Nachwuchsspieler die Chance, mit den Profis Bälle zu schlagen.



Das Hauptfeld des ATP-Challengers in St. Ulrich:

1. Benjamin Becker (GER) 80 ATP
2. Philipp Petzschner (GER) 93
3. Rajeev Ram (USA) 94
4. Ruben Bemelmans (BEL) 109
5. Daniel Brands (GER) 111
6. Malek Jaziri (TUN) 112
7. Vasek Pospisil (CAN) 113
8. Edouard Roger-Vasselin (FRA) 116
9. Josselin Ouanna (FRA) 122
10. Karol Beck (SVK) 128
11. Dustin Brown (GER) 139
12. Matto Viola (ITA) 143
13. Jimmy Wang (TPE) 146
14. Andrey Golubev (KAZ) 155
15. Jan Hernych (CZE) 169
16. Jan Mertl (CZE) 181
17. Ivo Minar (CZE) 192
18. Dominik Moffert (GER) 193
19. Rik De Voest (RSA) 195
20. Erik Chvojka (CAN) 214
21. Oleksandr Nedovyesov (UKR) 215
22. Albano Olivetti (FRA) 220


Wild card Hauptfeld:

Andreas Seppi (ITA) 22 ATP
Simone Bolelli (ITA) 82
Patrick Prader(ITA)


Wild card Qualifikation:

Thomas Holzl
Alex Vittur
Simon Berger
Patrick Prinoth

Autor: sportnews

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