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Tennis-Profi Andreas Seppi macht Schluss. © AFP / PETER PARKS

Andreas Seppi: „Jetzt freue ich mich auf mein neues Leben“

Jetzt ist der Moment gekommen: Nach 20 Jahren auf der großen Tennis-Bühne hat Andreas Seppi seinen Rücktritt angekündigt. Die Antworten auf die brennendsten Fragen liefert er in unserem Interview.

Im kommenden Februar wird Andreas Seppi 39 Jahre alt. Es wird dies der erste Geburtstag seit zwei Jahrzehnten sein, an dem der Kalterer kein Tennisprofi mehr ist. Wie der zweifache Familienvater gegenüber SportNews bestätigte, hört er nach dieser Saison auf. Damit geht eine der größten Sportlerkarrieren Südtirols zu Ende.


Seppi ist seit 20 Jahren Profi. Er war in dieser Zeit ein Muster an Konstanz, ein Vorbild in Sachen harter Arbeit. Der Kalterer stieß als erster Südtiroler überhaupt in die Top 20 der Weltrangliste vor, 2013 wurde er sogar die Nummer 18 des Planeten – eine Platzierung, die er insgesamt sieben Wochen innehatte.

Eine denkwürdige Karriere

Aber auch ansonsten bleiben zahlreiche sportliche Seppi-Errungenschaften in Erinnerung. Beispielsweise seine Turniersiege in Eastbourne (2011, Gras), Belgrad (2012, Sand) und Moskau (2012, Hartplatz). Oder sein Triumph über Roger Federer 2015 bei den Australian Open, der ganz Südtirol elektrisierte. Vor allem aber eine Sache wird unvergessen bleiben: 66 Mal in Folge trat Seppi bei den Grand-Slam-Turnieren dieser Welt an. Das ist eine unglaubliche Serie, die nur von Feliciano Lopez (79) und Fernando Verdasco (67) übertrumpft wurde.

Andreas Seppi als stolzer Familienvater.


In den vergangenen Monaten hatte der Überetscher immer wieder mit körperlichen Problemen zu kämpfen. Neben seinen ständigen Leiden mit der Hüfte spielte ihm zuletzt auch die Schulter einen Streich, weshalb das Karriereende schon länger in der Luft lag. Der Kalterer möchte seine Laufbahn aber auf dem Tennis-Court beenden. Und so wird er entweder beim ATP-Turnier in Neapel kommende Woche oder Ende Oktober beim Challenger-Turnier in Gröden seine letzten Bälle als Profi übers Netz schmettern.

3 Fragen an Andreas Seppi

Was hat Sie zum Rücktritt bewogen?

„Ich habe einfach gemerkt, dass ich nicht mehr drei, vier Spiele hintereinander absolvieren kann. Zuletzt hatte ich immer wieder kleinere körperliche Probleme, die mir zugesetzt haben, wie beispielsweise die Verletzung an der Schulter. Bei der Quali für die US Open habe ich dann gemerkt, dass es das war.“

„Es wird ein Lebensabschnitt werden, in dem ich viel Zeit mit meiner Familie verbringen kann.“ Andreas Seppi

Wie sehen Ihre letzten Tage als Profi aus?

„Ich versuche weiterhin, mich fit zu halten, um für mein letztes Turnier gerüstet zu sein. Ich würde gerne beim ATP-Turnier in Neapel spielen und habe dort um eine Wildcard angefragt. Ich war jahrelang im ATP-Zirkus aktiv und es wäre schön, dort aufzuhören. Aber vielleicht wird auch das Challenger-Turnier in Gröden mein letzter Auftritt.“


Was wird Sie in Zukunft erwarten?

„Ich freue mich auf mein neues Leben. Es wird ein Lebensabschnitt werden, in dem ich viel Zeit mit meiner Familie verbringen kann. Nach meinem letzten Turnier werden wir nach Colorado fliegen, wo wir ein Haus haben. Die Kinder möchten wir dort großziehen. Wie es mit mir weitergeht, weiß ich noch nicht. Es gibt mehrere Optionen, die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, wohin die Reise geht.“

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