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Roger Federer holte zuletzt in Basel seinen zehnten Titel. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

ATP-Finals: Kann der „hungrige“ Federer nochmal zuschlagen?

Schon zum 17. Mal ist Roger Federer bei den ATP Finals der besten acht Spieler des Jahres dabei. Und auch mit 38 Jahren ist die lebende Tennis-Legende noch ein absoluter Sieganwärter.

Mit sechs Titeln ist er auch Rekordhalter, Novak Djokovic könnte ihn mit einem Triumph einholen. Doch Federer hat zunächst die erste Hürde im Visier, den Österreicher Dominic Thiem am Sonntag.

Federer ist als nunmehr schon zehnfacher Basel-Sieger nach London gereist. Das Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy hat der Schweizer ausgelassen und seinem Körper die nötige Pause vor dem Saisonkehraus in der O2-Arena gegönnt. Federer hat körperlich keine Probleme, verkündete er vor Turnierbeginn, und fühlt sich „total motiviert und hungrig“.

Lange Durststrecke
Vor acht Jahren hat Federer seinen bisher letzten Titel beim „Masters“ geholt, danach verlor er dreimal im Endspiel (2012, 2014 kampflos und 2015) gegen Novak Djokovic. Das Duell gegen den Serben wird es diesmal bereits in der Gruppe „Björn Borg“ geben. Abhängig vom Abschneiden der beiden im ersten Gruppenspiel am Sonntag steigt der große Gruppenschlager entweder am Dienstag oder Donnerstag. Es wird auch die Revanche für das von Federer nach zwei Matchbällen verlorene Wimbledon-Finale am anderen Ende der Stadt im vergangenen Juli.

Lieferten sich ein spektakuläres Endspiel: Novak Djokovic und Roger Federer © APA/afp / LAURENCE GRIFFITHS

Federer ist in der Halle vielleicht eine Spur stärker einzustufen, das hatte auch sein erster Gegner am Sonntag, Dominic Thiem, schon nach der Auslosung konstatiert. Federer blickt gerne auf seine Masters-Auftritte zurück. „Es macht mich fast etwas nostalgisch“, erklärte der 20-fache Grand-Slam-Champion. „In der Halle hatte ich meine ersten Erfolge, hier fühle ich mich immer wohl.“
Thiem ist ein Härtetest
Doch davon will Federer noch nicht wirklich sprechen, schließlich gilt es für ihn gegen den fünffachen Saison-Turniersieger Thiem zu reüssieren. „Er ist die Nummer 5, hat ein wunderbares Jahr und mich zweimal geschlagen“, warnte Federer vor Thiem. Dennoch sind die doch etwas schnelleren Bedingungen in der imposanten Halle ein Vorteil für Federer, der eine 2:4-Bilanz gegen Thiem stehen hat.

Im Finale von Indian Wells hatte sich Thiem mit 4:6, 6:3, 7:5, im Viertelfinale von Madrid auf Sand mit 3:6, 7:6, 6:4 zweimal hauchdünn durchgesetzt. Während Federer am Sonntagabend gegen Thiem eröffnet, wird sein großer Widersache Novak Djokovic um 15.00 Uhr MEZ gegen ATP-Finals-Debütant Matteo Berrettini die Einzel-Spiele eröffnen.

Daniil Medvedev ist der Geheimfavorit. © APA/getty / Mike Stobe

In der Gruppe „Andre Agassi“ geht es erst am Montag los: Aufsteiger und Geheimfavorit Daniil Medvedev spielt zunächst im Duell zweier weiterer Debütanten gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas, in der Abendsession wird mit Spannung erwartet, ob Rafael Nadal überhaupt einläuft. Der 19-fache Major-Sieger war zuletzt angeschlagen und fraglich. Ist er fit, kommt es zum Duell mit dem deutschen Titelverteidiger Alexander Zverev. Andernfalls übernimmt Roberto Bautista Agut seinen Platz.

Autor: apa/leo

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