
Flavio Cobolli feierte den größten Erfolg seiner Karriere. © APA/afp / ALAIN JOCARD
Auch ohne Sinner: Ein Azzurro im Finale von Paris
Trotz des frühen Ausscheidens von Topfavorit Jannik Sinner steht ein Tennisspieler aus Italien im Finale der French Open. Das ist seit Mittwochabend klar.
03. Juni 2026
Von: dl
Flavio Cobolli zog erstmals ins Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers ein. Der 24-jährige Römer schlug den Kanadier Felix Auger-Aliassime in der Runde der letzten acht nach 3:25 Stunden mit 4:6, 6:4, 6:4 und 6:4. Im Halbfinale trifft Cobolli am Freitag auf seinen Landsmann Matteo Arnaldi, der am späteren Abend auch von der Aufgabe des Römers Matteo Berrettini profitiert hatte.
Damit wird ein Azzurro auch am Sonntag (15 Uhr) um die Sandplatzkrone kämpfen. Im anderen Semifinale stehen sich der jetzige Topfavorit Alexander Zverev und der 20-jährige Tscheche Jakub Mensik gegenüber. Cobolli schaltete mit dem Weltranglistensechsten Auger-Aliassime den neben Zverev einzig verbliebenen Top-Ten-Spieler aus. Fakt ist: Bei den French Open 2026 gibt es das große Favoritensterben – und das nicht nur bei den Herren.
Felix Auger-Aliassime musste sich Flavio Cobolli beugen. © APA/afp / THOMAS SAMSON
Cobollis Stern ging erst im Vorjahr so richtig auf, als er seine ersten beiden ATP-Titel holte. Die Nummer 14 der Welt kam im Vorjahr in Wimbledon bis ins Viertelfinale, wo er an Novak Djokovic scheiterte. Zum Jahresende holte er mit Italien dann den Davis Cup. Am Mittwoch entschied Cobolli in Paris auch sein drittes Aufeinandertreffen mit Auger-Aliassime für sich und träumt nun vom ganz großen Coup.
„Das war die Chance meines Lebens.“ Flavio Cobolli
„Das war die Chance meines Lebens – und ich habe sie genutzt. Ich habe in dieser Woche das beste Tennis meiner Karriere gespielt“, erklärte Cobolli über den größten Erfolg seiner Karriere. Auf die Frage, welcher Matteo ihm als Halbfinalgegner lieber wäre, schmunzelte der baldige Top-Ten-Spieler: „Das ist mir egal. Ich gehe heute Abend – wie immer – mit meinen Freunden essen.“
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