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Aryna Sabalenka musste die Segel streichen. © ANSA / TERESA SUAREZ

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Aryna Sabalenka musste die Segel streichen. © ANSA / TERESA SUAREZ

Auch Sabalenka raus: Tag der Sensationen

Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka ist im Viertelfinale der Tennis-French-Open spektakulär ausgeschieden.

Die Belarussin verlor am Mittwoch in Paris gegen die Russin Diana Schnaider 6:3,5:7,0:6, obwohl sie im zweiten Satz bereits mit zwei Breaks vorangelegen war. Unterdessen geht das Märchen der polnischen Qualifikantin Maja Chwalinska weiter. Die 24-Jährige zog durch einen 7:6(3),6:3-Erfolg gegen Jannik Sinners Exfreundin, Anna Kalinskaya aus Russland, sensationell ins Halbfinale ein.


Sabalenka sah beim Sandplatzklassiker bereits wie die klare Siegerin aus. Nach dem Gewinn des ersten Satzes führte die Nummer eins im zweiten Durchgang 4:1 bzw. 5:3. Doch Schnaider startete bei stürmisch-kühlen Bedingungen ein Comeback, schaffte den Satzausgleich, gewann insgesamt zehn Games in Serie und fegte die verunsicherte Belarussin im Entscheidungssatz mit 6:0 vom Court. Die 22-Jährige steht damit erstmals im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers.

Polnisches Tennis-Märchen geht weiter

Schnaider trifft nun am Donnerstag auf Chwalinska, die in Roland Garros ihr Tennis-Märchen weiterschrieb. Die Polin brauchte gegen Kalinskaja, die am Montag die Österreicherin Anastasia Potapova besiegt hatte, nur zwei Sätze zum Aufstieg. „Jedes einzelne Spiel hier ist für mich irgendwie verrückt, ich bin sehr dankbar“, sagte Chwalinska im Siegerinnen-Interview.

Maja Chwalinska, eine Qualifikantin aus Polen, steht im Halbfinale. © ANSA / YOAN VALAT

Maja Chwalinska, eine Qualifikantin aus Polen, steht im Halbfinale. © ANSA / YOAN VALAT


Die Weltranglisten-114. hat auf ihrem Weg ins Halbfinale in acht Spielen (Qualifikation inklusive) bisher nur einen Satz abgegeben. Gegen Kalinskaya blieb die Überraschungsfrau auf dem Platz souverän. „Ich war definitiv nervös und gestresst. Ich habe versucht, mich auf meinen Job und mein Spiel zu konzentrieren. Ich bin glücklich, dass ich das geschafft habe“, sagte sie auf dem Court Philippe Chatrier.

„Ich habe das nicht erwartet, aber ich beschwere mich nicht.“ Chwalinska stellte die Bestmarke für eine Qualifikantin bei den French Open ein. 2020 war die Argentinierin Nadia Podoroska in Paris ebenfalls in die Runde der besten Vier eingezogen, nachdem sie sich in der Qualifikation einen Startplatz fürs Hauptfeld erkämpft hatte.

Auf die Frage, was sie bis zum Halbfinale am Donnerstag machen werde, antwortete die Polin: „Nur schlafen, vielleicht ein bisschen Netflix schauen – und dann geht es mir gut.“ Auch finanziell hat sich der Ausflug nach Paris ausgezahlt, bereits knapp 746.000 Euro Preisgeld hat die Außenseiterin erspielt.

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