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Jannik Sinner will ins Viertelfinale. © APA/afp / SEBASTIEN BOZON

Auf dieses Duell blickt die ganze Tennis-Welt

Jannik Sinner, 20 Jahre, gegen Carlos Alcaraz, 19 Jahre: Hätten sich die Tennis-Fans ein Achtelfinale in Wimbledon wünschen können, dann wäre es wohl genau dieses gewesen.

Wenn die zwei besten Tennis-Teenager der Welt aufeinandertreffen, ist ein großer Rummel garantiert. Schnell ist von der Zukunft des Tennis oder dem Beginn einer neuen Rivalität, die die nächsten Jahre den Sport prägen wird, die Rede. Mag das teilweise etwas hochgegriffen sein, so treffen diese Floskeln beim Duell zwischen Sinner und Alcaraz hundertprozentig zu. Hier der junge Südtiroler, der u.a. zwei Grand-Slam-Viertelfinals vorzuweisen hat, da der unglaubliche Spanier, der in der laufenden Saison schon zwei Masters-1000-Titel gewann.


Aufgrund der jüngsten Ergebnisse geht der Mann aus Murcia, der in der dritten Runde Oscar Otte gerade Mal sechs Games überließ, als Favorit ins Rennen. Chancenlos ist Sinner jedoch nicht, dafür war sein Auftritt gegen John Isner zu überzeugend. Vor dem mit Spannung erwarteten Match sprachen die beiden Kontrahenten jedenfalls in höchsten Tönen voneinander. „Die Partie wird extrem schwer, vor allem in physischer Hinsicht, denn ich erwarte viele lange Ballwechsel“, meinte Sinner auf der Pressekonferenz. „Ich werde das Match beruhigt angehen, wie immer alles geben und Spaß haben.“ Der Sextner sprach auch über das Verhältnis zu Alcaraz, das „ausgezeichnet“ sei. „Wir sind Freunde, scherzen und sprechen eine Mischung aus spanisch und italienisch. Aber natürlich will jeder von uns das Match gewinnen.“

Alcaraz hat die Nase vorn
„Jannik spielt unglaubliches Tennis, auch hier auf Rasen“, findet Alcaraz. Die Partien gegen Sinner seien immer extrem schwer, aber auch genau jene, die ihm gefallen. „Wir sind zwei der jüngsten Spieler im Hauptfeld und wohl jene mit dem größten Talent. Meine Beziehung zu Jannik ist sehr gut, wir haben auch oft miteinander trainiert“, so der Weltranglisten-7, der das bisher einzige Duell auf ATP-Niveau im Vorjahr beim Masters in Paris mit 7:6 und 7:5 gewann. Auf Rasen ist Alcaraz – vergleichbar mit Sinner – bisher noch kaum in Erscheinung getreten.

Carlos Alcaraz stellt sich Sinner gegenüber. © APA/afp / ADRIAN DENNIS


Die jüngste Achtelfinale-Paarung seit 2008, als sich Kei Nishikori und Juan Martin Del Potro bei den US Open in New York gegenüberstanden, kämpft gegen 16 Uhr auf dem Center Court um den Einzug ins Viertelfinale. Dort würde mit großer Wahrscheinlichkeit Novak Djokovic warten, der gegen den niederländischen Senkrechtstarter Tim van Rijthoven (ATP 104) als haushoher Favorit ins Match geht.

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