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Nichts zu machen: Jannik Sinner verlor beim Mastersturnier in Cincinnati sein Achtelfinal-Spiel. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN

Auger-Aliassime zieht Sinner erneut den Zahn

Felix Auger-Aliassime scheint Jannik Sinner nicht zu liegen. In der Nacht auf Freitag (MESZ) verlor der Südtiroler das Achtelfinal-Match beim ATP-1000-Turnier in Cincinnati und ist damit ausgeschieden. Eine schmerzende Niederlage, denn Sinner hatte seinen Gegner lange Zeit mehr als nur im Griff.

Im Mai kassierte Jannik Sinner beim ATP-Mastersturnier in Madrid eine verheerende Niederlage gegen Felix Auger-Aliassime (ATP 9). Damals ließ der Kanadier dem Sextner, der in Weltrangliste auf dem 12. Platz liegt, im Duell der zukünftigen Superstars (beiden wird das Talent zugesprochen, in Zukunft um Grand-Slam-Titel zu kämpfen) keine Chance. Dieses Mal sah die Sache anders aus, doch am Ende hatte der Nordamerikaner erneut die Nase vorne (2:6, 7:6/7:1, 6:1).


Auger-Aliassime ist ein Spieler mit einem sehr starken Aufschlag. Das machen nicht nur die 14 Asse deutlich (Sinner hatte 4). Immer wieder brachte er den Südtiroler mit seinem Service in Bedrängnis, vor allem in der zweiten Spielhälfte. Je länger das Match dauerte, umso dominanter trat Auger-Aliassime auf. Sinner hingen zeigte im ersten Satz sein bestes Tennis. Der Sextner breakte gleich bei der ersten Möglichkeit und zog in der Folge auf 4:1 davon. Seinen zweiten Breakball verwandelte Sinner zum 6:2-Satzgewinn.

Zwei Matchbälle für Sinner
Der Mittelabschnitt entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Sinner und Auger-Aliassime zeigten spektakuläre Ballwechsel und gaben sich beim eigenen Aufschlagspiel zunächst keine Blöße. Schließlich konnte Sinner, der im ersten Game zwei Breakbälle abwehren konnte, erneut breaken. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Südtiroler eine 100-Prozent-Quote: drei Breakbälle, drei Punkte. Doch der Kanadier schlug schnell zurück und glich in der Folge zum 4:4 aus. Der Südtiroler ließ sich davon nicht beeindrucken, zog seinen Gameplan durch und schien damit Erfolg zu haben. Schließlich bot sich Sinner der vierte Breakball, der gleichzeitig der erste Matchball war. Doch dieses Mal konnte Auger-Aliassime abwehren, genauso den zweiten Matchball. Im Gegenzug stellte er im Tiebreak auf 1:1.

Der Aufschlag ist die größte Stärke von Felix Auger-Aliassime. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN

Die vergebenen Matchbälle waren der Knackpunkt in Sinners Spiel. Plötzlich war der Kanadier überlegen. Auger-Aliassime zog im dritten Satz auf 3:0 davon, später auf 5:1. Die Gegenwehr des Südtirolers war gebrochen. Sein Konkurrent spielte hingegen wie beflügelt auf und verwandelte nach 2.28 Stunden seinen ersten Matchball zum 2:1-Sieg. Während Sinner in Cincinnati die Segel streichen muss, trifft Auger-Aliassime im Viertelfinale auf den Kroaten Brona Coric (ATP 152).

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