S+
Jannik Sinner schien gegen James Duckworth im Höhenflug. © APA/afp / DAVID GRAY

T Tennis

Jannik Sinner schien gegen James Duckworth im Höhenflug. © APA/afp / DAVID GRAY

Bitte anschnallen! Jannik Sinner fährt im Eiltempo

Das war eine rasante Fahrt: Jannik Sinner hat bei den Australian Open ordentlich aufs Gaspedal gedrückt und in Windeseile die dritte Runde erreicht. Selbst sein Gegner schien beeindruckt.

Jannik Sinner hat am Donnerstag mit einem glatten 6:1, 6:4, 6:2 seinen zweiten Saisonsieg eingetütet. Der Gegner, Lokalmatador James Duckworth, war an diesem Tag nicht mehr als ein verdutzter Beifahrer auf Sinners gut zweistündiger Fahrt in die dritte Australian-Open-Runde.


Duckworth wirkte deshalb wie ein Passagier, weil ihm nichts anderes übrig blieb, als Sinners Tempo anzunehmen und sich von dessen hammerharten Schlägen über den Platz treiben zu lassen. Der zweifache Melbourne-Champion war nicht nur im Aufschlagspiel überragend, er zeigte auch, dass er in der Winterpause merkbar an seiner Variabilität gearbeitet hat – und diese auch einzusetzen vermag.

Duckworth ist überfordert

Sinner versuchte besonders im ersten Satz, das gesamte Spielfeld variantenreich zu bespielen und sich dabei auch immer wieder ans Netz zu bewegen. Duckworth war von Beginn an maßlos überfordert. Nach nur 26 Minuten war der erste Durchgang Geschichte.

Mit der Satzführung im Rücken gewährte Sinner seinem Gegenüber, immerhin die Nummer 88 der Welt, dann ein kurzes Aufbäumen. Beim Stand von 3:3 zog der Sextner dann aber wieder die Zügel an, landete ein Break, das ihn schließlich zum zweiten Satzgewinn hieven sollte, und ließ sich in der Folge nicht mehr die Suppe versalzen. Mit einem klaren 6:2 entschied er auch noch den dritten Abschnitt für sich.
„Ich weiß, ihr drückt den Australiern die Daumen. Trotzdem war es fair.“ Jannik Sinner

Nach dem Spiel zeigte Sinner fast schon Mitleid für seinen unterlegenen Gegner. „James hatte in Vergangenheit immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, es ist toll, ihn wieder hier bei diesem Turnier zu sehen“, sagte der 24-Jährige – und gleichzeitig bat er beim Publikum um Verzeihung für das verkürzte Entertainment: „Ich weiß, ihr drückt den Australiern die Daumen. Trotzdem war es eine tolle, faire Stimmung. Danke!“

Jetzt kommt eine Premiere

In der dritten Runde bekommt es Sinner nun am Samstag mit Überraschungsmann Eliot Spizziri (ATP 85) zu tun. Der 24-jährige Amerikaner hatte am Donnerstag zwar bei seinem Fünf-Satz-Sieg gegen Yibing Wu (ATP 168) viel Mühe, sorgte zuvor aber mit seinem Erstrunden-Coup gegen Brasiliens Shootingstar Joao Fonseca (ATP 28) für viel Aufsehen. Das Duell in Melbourne wird das erste überhaupt zwischen Spizziri und Sinner.

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH