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Fabio Fognini und Jannik Sinner treffen am Mittwoch aufeinander. © Fabio Fognini

Das Duell der Gegensätze

Gelassenheit gegen Temperament, harter Arbeiter gegen schlampiges Genie, Youngster gegen Routinier. Oder einfach: Jannik Sinner gegen Fabio Fognini. Zu diesem heiß erwarteten Duell kommt es am Mittwoch beim Masters-1000-Turnier in Rom.

Natürlich war es keine Formalität, dennoch hatte es diesen Anschein: Gemeint ist der Erstrunden-Sieg von Jannik Sinner über Pedro Martinez aus Spanien, der das Duell mit Fognini perfekt machte. Ein Duell, dem die Tennis-Nation Italien seit der Auslosung am Freitag entgegengefiebert hatte. Nicht zuletzt, weil es dieses noch nie zuvor gegeben hatte – und Sinner und Fognini nun die einzigen Athleten aus dem Stiefelstaat sind, die ihr Auftaktmatch in Rom für sich entschieden haben.


Der in sich ruhende Sinner und der exzentrische Fognini sind was den Charakter anbelangt grundverschieden, auf dem Tennis-Platz verbindet sie jedoch zwei Eigenschaften. Beide verfügen über eine überaus solide Rückhand, auch die Beinarbeit ist eine Stärke beider. Trotzdem kann ihr Spielstil überhaupt nicht verglichen werden: Sinner übt insgesamt mehr Druck aus und hat beim Aufschlag und der Vorhand klare Vorteile. Fogninis Feingefühl und Defensivkünste sind dagegen höher einzuschätzen. Der Ehemann der früheren US-Open-Siegerin Flavia Pennetta liebt es, auf der roten Asche zu spielen, während Sinner auf Hartplatz seine bisher größten Erfolge eingefahren hat.

Fabio Fognini ist in Italien der Publikumsliebling. © ANSA / ETTORE FERRARI


„Er ist der kommende Star aus Italien, ich würde mich sehr freuen, mich mit ihm messen zu können“, hatte Fognini nach seinem Auftaktsieg am Montag gegen Dominic Thiem gesagt. Auch Sinner kann es kaum erwarten, erstmals den Schläger mit dem 35-Jährigen zu kreuzen: „Es wird mit Sicherheit ein sehr schwieriges Match. Ich habe Fabio im Rahmen des Davis Cups kennengelernt, wo er mit Tipps zur Seite gestanden ist. Es ist unsere erste Partie, ich freue mich darauf“, meint Sinner, der nach seinem Interview auf dem Platz einen Wunsch äußerste. „Fabio hat bei diesem Turnier Geschichte geschrieben, dennoch hoffe ich, dass die Zuschauer uns gleichwertig unterstützen werden.“

Wem die Sympathien schlussendlich gehören, wird sich ab 19 Uhr zeigen, wenn das Match auf dem „Centrale“ im Foro Italico in Rom vor ausverkauftem Haus, also rund 10.500 Zuschauern, beginnt.

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