
Die Sieger in der dritten Kategorie.
Das Masters der Rodeo-Serie wird zur Machtdemonstration
Es gibt diese Tage im Sport, an denen ein Tal plötzlich größer wirkt, als es auf der Landkarte tatsächlich ist. Beim Masters der Südtiroler Rodeo Serie by Waterdrop in Tramin war das Pustertal nicht einfach nur vertreten. Es war omnipräsent.
28. September 2026
Von: pm
Nach sieben Stationen der Serie hatten sich die jeweils besten acht Spielerinnen und Spieler für das große Finale qualifiziert. Der Lohn: ein Wochenende im Rampenlicht – und für die Sieger der dritten Kategorie die begehrten Tickets zu den ATP Finals in Turin.
Tramin präsentierte sich dabei von seiner schönsten Seite. Sommerliche Temperaturen, perfekte Bedingungen und eine Atmosphäre, die eher an Saisonauftakt als an Herbstfinale erinnerte. Doch während die Sonne über dem Südtiroler Süden brannte, lieferten vor allem die Spielerinnen und Spieler aus dem Osten des Landes eine heiße Show ab. Drei von vier Titeln gingen ins Pustertal. Nur bei den Damen der vierten Kategorie durchbrach Heidi Elizabeth Moser aus Gröden die Pustertaler Festspiele.
Toniatti und die St. Lorenzner Machtdemonstration
Bei den Herren der dritten Kategorie geriet das Masters beinahe zu einer internen Meisterschaft des ASV St. Lorenzen. Im Halbfinale räumte Thomas Bachlechner Markus Beggiato aus dem Weg, während Topfavorit Thomas Toniatti gegen Giovanni Passoni souverän blieb. Damit wurde das Endspiel zum vereinsinternen Pustertaler Duell. Toniatti, bereits als Favorit angereist, ließ sich die Chance nicht nehmen. Gegen seinen Vereinskollegen Bachlechner kontrollierte er lange das Geschehen. Erst gegen Ende wurde es noch einmal enger, doch am Ausgang änderte das nichts mehr: 4:0, 5:3 für Toniatti. Damit tritt er die Nachfolge von Andrea Arnoldi (TC Meran) an. Die Belohnung kann sich sehen lassen: zwei Tickets für die ATP Finals in Turin.Die Sieger und Siegerinnen der vierten Kategorie.
Auf der Tribüne verfolgten einige bekannte Gesichter des Südtiroler und Pustertaler Tennis den Triumph: FITP-Südtirol-Präsident Marco Cordaro, Thomas Berger, Armin Leiter und SRS-Boss Pietro Baruchello bekamen die St. Lorenzner Machtdemonstration aus nächster Nähe serviert.
Bei den Damen der dritten Kategorie war die Geschichte schnell erzählt. Verena Stolzlechner spielte ein Masters wie aus dem Lehrbuch. Drei Matches, drei Siege – und praktisch kein Moment, in dem ihr Titel ernsthaft in Gefahr geriet. Der Weg zum Turniersieg glich einer Autobahn ohne Baustellen. Im Finale setzte sie sich gegen Stefanie Fleckinger mit 4:2, 4:1 durch und verteidigte damit ihren Titel. Auch für Stolzlechner gab es als Belohnung die begehrten Tickets nach Turin.
Danach zeigte die Siegerin noch eine andere Seite. Ihre bereits selbst gekauften Tickets für Halbfinale und Finale der ATP Finals schenkte sie kurzerhand ihrer Finalgegnerin. Eine Geste, die im Amateur- und Breitensport mindestens genauso viel zählt wie ein Pokal.
Heidi Moser: Der Familienname bleibt Programm
Der Sonntag gehörte der vierten Kategorie. Und auch hier schrieb eine Moser die Geschichte. Heidi Elizabeth Moser aus der bekannten Grödner Tennisfamilie marschierte durch das Turnier. Im Viertel- und Halbfinale gab sie kein einziges Game ab. Im Finale wartete mit Vanessa Lagg vom ASV Partschins allerdings eine deutlich härtere Aufgabe. Der erste Satz wurde zum Kampf. Tennis auf Augenhöhe, jeder Punkt umkämpft. Doch Moser behielt die Nerven, entschied den Durchgang mit 5:4 für sich und übernahm danach endgültig das Kommando. Die Spielerin des TC Urtijei blieb ruhig, spielte mutig und holte sich mit 5:4, 4:1 den Titel.Die Siegerinnen in der dritten Kategorie.
„Ich habe gut gespielt und daran geglaubt, dass ich gewinnen kann. Das war dann im Tiebreak ausschlaggebend, auch als ich hinten lag. Ich habe versucht, geduldig zu bleiben und im richtigen Moment den Punkt zu machen“, sagte Moser nach ihrem Sieg. Ihr Ziel hatte sie sich schon vorher gesetzt: Turin. „Ich wollte unbedingt die Tickets für Turin holen. Jetzt freue ich mich, dass ich es geschafft habe und nach Turin darf.“
Piffrader dreht das Finale
Bei den Herren der vierten Kategorie sorgte zunächst Alexander Rossi für die Überraschung. Der Spieler des ATC Auer kämpfte sich mit starken Vorstellungen bis ins Finale und zeigte dabei beeindruckende Konstanz. Dort wartete mit Philipp Piffrader vom ASV St. Lorenzen der nächste Pustertaler. Rossi erwischte den besseren Start und holte sich den ersten Satz mit 5:3.Doch Piffrader blieb ruhig, stellte sein Spiel um und übernahm anschließend die Kontrolle. Den zweiten Durchgang holte er sich mit 4:1, im entscheidenden Champions-Tiebreak ließ er schließlich nichts mehr anbrennen.Damit ging auch der dritte der vier Masters-Titel ins Pustertal. Tramin hatte seine Champions gefunden – und der Osten des Landes ein Wochenende lang den Ton angegeben.
3. Kategorie – Damen
ViertelfinaleVanessa Lagg – Miriam Tavernini 4:1, 5:4
Stefanie Fleckinger – Aurora Sartore 5:4, 2:4, 7:3
Jana Raffl – Hannah Niederkofler 1:4, 5:3, 7:3
Verena Stolzlechner – Carolina Greta Bircea 4:0, 4:0
Halbfinale
Stefanie Fleckinger – Vanessa Lagg 3:5, 5:3, 7:3
Verena Stolzlechner – Jana Raffl 4:0, 4:2
Finale
Verena Stolzlechner – Stefanie Fleckinger 4:2, 4:1
3. Kategorie – Herren
ViertelfinaleThomas Bachlechner – Hannes Lanz 4:2, 4:1
Markus Beggiato – Marco Cordaro 4:0, 4:0
Giovanni Passoni – Peter Rainer 5:3, 4:1
Thomas Toniatti – Patrick Innocenti 4:0, 4:2
Halbfinale
Thomas Bachlechner – Markus Beggiato 5:4, 4:0
Thomas Toniatti – Giovanni Passoni 4:1, 4:1
Finale
Thomas Toniatti – Thomas Bachlechner 4:0, 5:3
4. Kategorie – Damen
ViertelfinaleHeidi Elizabeth Moser – Katja Peer 4:0, 4:0
Elke Astner – Anja Plaikner 4:5, 4:0, 7:4
Jana Koellemann – Karin Kehrer n.d.
Vanessa Lagg – Lorena Thomaser 5:3, 5:3
Halbfinale
Heidi Elizabeth Moser – Elke Astner 4:0, 4:0
Vanessa Lagg – Jana Koellemann 4:2, 4:2
Finale
Heidi Elizabeth Moser – Vanessa Lagg 5:4, 4:1
4. Kategorie – Herren
ViertelfinaleAlexander Rossi – Hannes Engl 4:1, 4:1
Matteo Scaggiante – Luca Guglielmo 4:1, 4:2
Eliah Engl – Roland Lahner 4:2, 4:0
Philipp Piffrader – Roland Bodner 1:4, 4:2, 4:6 rit.
Halbfinale
Alexander Rossi – Matteo Scaggiante 4:1, 4:2
Philipp Piffrader – Eliah Engl 4:1, 4:2
Finale
Philipp Piffrader – Alexander Rossi 3:5, 4:1, 7:2
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