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Andreas Seppi tritt gegen Roger Federer und Stanislas Wawrinka an Gegen Wawrinka gewann Seppi 2012 in Rom Zuletzt besiegten die Azzurri Großbritannien (alle Fotos: Costantini/FIT)

Davis Cup: Seppi und Italien starten die „Mission Impossible”

Das italienische Davis-Cup-Team steht unmittelbar vor dem großen Saison-Highlight: Ab Freitag tritt sie im Palexpo in Genf gegen die schier übermächtige Schweiz an. Fabio Fognini, Andreas Seppi, Simone Bolelli und Paolo Lorenzi kämpfen gegen Roger Federer, Stanislas Wawrinka, Marco Chiudinelli und Michael Lammer um den Einzug ins Finale.

Zum ersten Mal seit 16 Jahren steht die italienische Tennis-Auswahl wieder im Davis-Cup-Halbfinale. Letztmals gelang der Einzug in die Vorschlussrunde im Jahr 1998, als man mit einem 4:1 gegen die USA sogar ins Finale einzog. Dieses ging dann allerdings in Mailand gegen Schweden verloren. Damals standen Spieler wie Gaudenzi, Sanguinetti oder Nargiso am Netz.


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Dieses Mal unterdessen ist eine neue Generation gefordert, insbesondere Italiens aktuell beste Tennisspieler Fabio Fognini und Andreas Seppi. Auf ihnen Ruhen die Hoffnungen in den vier Einzel-Partien. Die Aufgabe scheint allerdings fast aussichtslos, denn mit seiner „Majestät“ Roger Federer und Stan Wawrinka stehen ihnen zwei absolute Weltklassespieler gegenüber. Im ATP-Computer werden sie an Position drei und vier geführt. Nur Novak Djokovic und Rafael Nadal sind besser klassiert.


Ernüchternde Bilanz

Seppi (ATP 45) stand Federer bislang zehn Mal gegenüber, und zehn Mal verlies er den Platz als Verlierer. Im direkten Duell mit Wawrinka hält der der Kalterer unterdessen bei drei Siegen in elf Aufeinandertreffen. Unvergessen ist der spektakuläre Sieg 2012 in Rom, seitdem hat Seppi allerdings drei Mal in Folge gegen die Nummer zwei der Schweiz verloren. Fognini hat gegen Federer (0:2) und Wawrinka (1:3) ebenfalls eine negative Bilanz.


Furchtlos im Hexenkessel

Als ob die Schweiz nicht so bereits der haushohe Favorit wäre, können die Eidgenossen auf einen weiteren, bedeutenden Vorteil bauen: Die Zuschauer. 18.000 Tennisfans werden die Multifunktionshalle in Genf jeden Tag aufs neue in einen Hexenkessel verwandeln, wie dies bereits beim deutlichen Viertelfinalsieg gegen Kasachstan der Fall war.

Seppi verspricht jedoch einen furchtlosen Auftritt der Azzurri: „Wir wissen, dass wir alles abrufen müssen. Der Belag in Genf ist nicht so schnell wie zunächst angenommen, wir werden uns schnell zurechtfinden. Bei mir stimmt die Form jedenfalls. In Übersee hatte ich zuletzt gute und teilweise weniger gute Auftritt, ich bin aber zufrieden mit meiner Leistung.“ Nun will er das auch in den Duellen mit Federer und Wawrinka beweisen und, wer weiß, nach dem Viertelfinalsieg gegen Großbritannien den nächsten großen Coup landen.

Los geht es in Genf Donnerstagmittag mit der Auslosung der Paarungen und der Festlegung des Spielplans. Am Freitag kommen dann erstmals Schläger und Filzkugel zum Einsatz.



Halbfinale Davis Cup in Genf: Schweiz – Italien

Freitag, 12 September
Ab 13 Uhr: Einzel

Samstag, 13. September
Ab 13 Uhr: Doppel

Sonntag, 14. September
Ab 12 Uhr: Einzel

Autor: sportnews

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