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Jannik Sinner hat das Achtelfinale verpasst. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN

Der Aufschlagriese bremst Sinner in Cincinnati

Jannik Sinner hat beim Masters-1000-Turnier in Cincinnati den Einzug ins Achtelfinale verpasst. Der Sextner musste sich am Mittwochabend (MESZ) dem formstarken John Isner geschlagen geben.

Der 2,08 Meter große Aufschlagriese gewann zuletzt in Atlanta seinen 16. ATP-Titel und erlebt derzeit seinen zweiten Frühling. Auch Sinner (ATP 15) konnte Isner (ATP 26) nicht stoppen. Der 36-jährige schlug den 20-jährigen Südtiroler in drei Sätzen mit 5:7, 7:6(4) und 6:4. Damit gewann der US-Amerikaner in diesem Jahr 22 von 30 Matches.


Im ersten Satz machten beide Spieler bei eigenem Aufschlag ihre Sache gut. Sinner, der insgesamt 2 Breakbälle abwehrte, nutzte dann beim Stand von 5:5 seine erste Breakmöglichkeit prompt und ging mit 6:5 in Führung. In der Folge brachte Sinner seinen Service problemlos durch und schnappte sich den ersten Durchgang.

Tiebreak bringt die Wende für Isner
Auch im zweiten Satz servierten Sinner und Isner stark. Beide gaben sich bei eigenem Aufschlag keine Blöße, sodass am Ende ein Tiebreak über den Ausgang des zweiten Durchgangs entscheiden musste. In diesem sah es zunächst danach aus, als hätte Sinner alles im Griff. Der Sextner holte sich ein Mini-Break und ging mit 4:2 in Front. Doch dann machte Sinner einen etwas leichtfertigen Fehler, von dem er sich in der Folge nicht mehr erholen konnte. Sein Kontrahent zeigte dagegen ein paar starke Schläge und ließ Sinner gar nicht mehr aufkommen.

John Isner ging volles Risiko und wurde belohnt. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN

Isner spielte jetzt voller Selbstvertrauen und ging bei vielen Bällen ein hohes Risiko. Dies zahlte sich aus: Beim Stand von 3:2 im dritten Satz nahm der Routinier Sinner den Service ab und ließ sich von seinem Heim-Publikum feiern. Anschließend ließ sich der US-Amerikaner nicht mehr die Butter vom Brot nehmen – auch, wenn Sinner sich keineswegs geschlagen gab. Der junge Südtiroler war keinesfalls der schlechtere Spieler an diesem Tag, konnte sich aber gegen das Aufschlag-Monster Isner (er brachte 73% seiner ersten Aufschläge ins Feld) zu wenige Breakmöglichkeiten erarbeiten.
Erfolgreicher Doppel-Einstand
Für Sinner ist das Masters-1000-Turnier in Cincinnati aber noch nicht beendet. In der Nacht auf Donnerstag (MESZ) stand der 20-Jährige noch im Doppel im Einsatz – und gewann mit seinem guten Freund Hubert Hurkacz das Erstrunden-Duell gegen Daniel Evans/Neal Skupski mit 6:3, 3:6 und 10:3 im Match-Tiebreak. In der zweiten Runde steht das Duell gegen das weltbeste Doppel, bestehend aus Nikola Mektic und Mate Pavic aus Kroatien, an. Die Partie beginnt am Donnerstag um ca. 21 Uhr.

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