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Jannik Sinner ist beim Davis Cup der große Star. © AFP / MARCO BERTORELLO

Der Baby-Kapitän hat in Turin wieder Großes vor

Für Jannik Sinner steht an diesem Wochenende das nächste Highlight in dieser Saison an: Dann bestreitet er mit den Azzurri in Turin den Davis Cup. Bei seiner ersten Teilnahme ist der Sextner prompt der große Star.

Am Wochenende verbrachte Jannik Sinner noch einige erholsame Tage in seiner Heimat Sexten, wo er sich unter anderem ein Fußballspiel der hiesigen Amateurligen ansah. Nun ist der 20-Jährige aber wieder voll und ganz im Tennis-Modus: Am Freitag und Samstag stehen nämlich die Davis-Cup-Matches gegen die USA und Kolumbien auf dem Programm. Mit einem Sinner, der das Aufgebot der Azzurri anführt.


Weil Matteo Berrettini aufgrund seiner Bauchmuskelverletzung absagen musste, ist Sinner Italiens am höchsten gerankter Spieler, weshalb er von der Gazzetta dello Sport kurzerhand zum „Baby-Kapitän“ ernannt wurde. Zum Jahreswechsel befindet sich der Pusterer auf Platz 10. „Matteo wird uns sicher fehlen“, erklärte Sinner im Vorfeld der ersten Begegnung. „Die Spiele, die auf uns warten, werden sehr hart werden. Es gibt aber nicht viele Länder, die eine solch eingeschworene Gruppe haben wie wir.“ Außerdem spiele man zu Hause, und die Fans „werden eine zusätzliche Waffe sein“. Neben Sinner sind auch Lorenzo Sonego (ATP 27), Fabio Fognini (37), Lorenzo Musetti (59), und Doppelspezialist Simone Bolelli (ATP 25 im Doppel) mit dabei.

Eine ehrenhafte Auszeichnung für Sinner
Italiens Spiele beim Davis Cup gehen in der Pala Alpitour in Turin über die Bühne – also dort, wo Sinner in der vergangenen Woche mit seinen Auftritten bei den ATP-Finals gegen Hubert Hurkacz und Daniil Medvedev für ordentlich Furore gesorgt hat. „Bei diesen Spielen bin ich gewachsen“, erklärt Sinner.

Italiens Davis-Cup-Team: Von links Kapitän Filippo Volandri, Jannik Sinner, Lorenzo Sonego, Lorenzo Musetti, Simone Bolelli und Fabio Fognini © Social Media Lorenzo Musetti


Im Vorfeld des prestigeträchtigen Turniers in der norditalienischen Metropole wurde der Südtiroler für seine sagenhafte Saison ausgezeichnet. Bekanntlich war er an Position 36 des Weltrankings gestartet, nun zählt er zu den Top 10 – auch, weil er in einem Jahr vier ATP-Turniere (Melbourne 1, Washington, Antwerpen, Sofia) gewinnen konnte. Das war bislang noch keinem Azzurro gelungen. Folglich erhielt er am Montagabend bei den Supertennis Awards in Turin die Trophäe des „Spieler des Jahres“. Damit ließ Sinner auch Wimbledon-Finalist Matteo Berrettini hinter sich.
Ein Wiedersehen mit Showman Tiafoe?
Sinner und die Azzurri sind also bereit, auch beim Davis Cup für Furore zu sorgen. Los geht es am Freitag ab 16 Uhr gegen die USA. Bei den Nordamerikanern ist auch Frances Tiafoe im Einsatz, der Sinner in Wien die wohl schmerzhafteste Niederlage des Jahres zugefügt hat. Mit seiner Showman-Art zog er damals den Ärger Sinners auf sich. „Er ist auch in Turin? Das macht mich glücklich“, scherzte der Sextner, angesprochen auf seinen Kontrahenten.

Dass die beiden aber aufeinandertreffen, ist unwahrscheinlich. Die Nummer 1 der Azzurri bekommt es zum Auftakt vermutlich mit John Isner (ATP 24) oder Reilly Opelka (ATP 26) zu tun – zwei „riesige“ Aufgaben, immerhin messen die beiden US-Boys 2,08 bzw. 2,11 Meter Körpergröße. Für Sinner scheint zurzeit aber keine Hürde zu hoch zu sein. Sollte Italien die Gruppe gegen die USA und Kolumbien gewinnen, steht am Montag das Viertelfinale in Turin an. Das Halbfinale und das Endspiel gehen Anfang Dezember in Madrid über die Bühne.

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