T Tennis

Alex De Minaur und Jannik Sinner kennen sich bestens. © AFP / MARCO BERTORELLO

Der „Dämon“ weckt gute Erinnerungen

48 Stunden nach dem Sieg gegen Taro Daniel kämpft Jannik Sinner bei den Australian Open in Melbourne um den Einzug ins Viertelfinale. Sein Gegner ist ein alter Bekannter – und einer, der dem jungen Südtiroler in seiner Karriere bisher immer Glück brachte.

Alex De Minaur, aufgrund seiner unheimlichen Schnelligkeit auch Demon (auf Deutsch Dämon) genannt, ist Australiens letzter verbliebener Spieler im Turnier. Die ganzen Hoffnungen des Tennis-Landes liegen also auf den schmalen Schultern des in Sydney geborenen und in Spanien aufgewachsenen 22-Jährigen. Immerhin gilt ihm nicht die ganze Medienaufmerksamkeit, zumal Ashleigh Barty bei den Damen die große Turnierfavoritin ist. Jedenfalls hat De Minaur bisher bewiesen, dass er mit Druck umgehen kann und vor den eigenen Fans regelrecht aufblüht.


Wie Sinner gab der Weltranglisten-42. bei den Australian Open nur einen Satz ab – nämlich gleich in der ersten Runde gegen Youngster Lorenzo Musetti. Den Seppi-Bezwinger Kamil Majchrzak und den Spanier Pablo Andujar bezwang er jeweils mit 6:4, 6:4 und 6:2. Dass die Form stimmt, hatte der Australier mit uruguayischen und spanischen Wurzeln bereits beim ATP Cup gezeigt, als er einen gewissen Matteo Berrettini glatt in zwei Sätzen in die Schranken wies. Zwischen De Minaur und dem zweiten Grand-Slam-Viertelfinale seiner Karriere steht nun Jannik Sinner, der sich am Samstag dank einer Leistungssteigerung erstmals in das Achtelfinale der Australian Open vorgekämpft hatte.

Gute Erinnerungen
Sinner und De Minaur sind sich in ihrer Karriere schon zwei Mal begegnet – und das in Turnieren, die der Südtiroler nie vergessen wird. Zum ersten Mal kreuzten sich die Wege der Kontrahenten beim Finale der NextGen ATP Finals in Mailand, das getrost als Sinners Durchbruch angesehen werden kann. Rund ein Jahr später trafen sie im Viertelfinale des ATP-250-Turnier in Sofia erneut aufeinander. Wieder behielt der 20-Jährige die Oberhand – und wieder gewann er den Titel.

Will ins Viertelfinale: Jannik Sinner © ANSA / JASON O'BRIEN


Die 2:0-Bilanz verdeutlicht, dass Sinner mit De Minaurs Spiel, das auf dessen Schnelligkeit basiert, gut zurechtkommt. Dennoch ist die Ausgangslage offen, da die ganze Rod Laver Arena hinter ihrem Schützling stehen und ihn nach vorne peitschen wird. „Es wird richtig schwer, denn De Minaur spielt zu Hause immer groß auf. Ich habe solche Situationen schon erlebt und werde versuchen, mich so gut wie möglich darauf vorzubereiten“, betont der Sextner. Das Match beginnt frühestens um 4.30 Uhr (MEZ)

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.
Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen Sie Ihre Daten: Die Eingabe von Adresse, Ort, PLZ & Telefon ist verpflichtend, um einen Kommentar absenden zu können.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 First Avenue GmbH