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Jannik Sinner schied in Dubai aus. © Social Media / ATP Dubai

Der russische Überflieger bringt Sinner zum Verzweifeln

Jannik Sinners Abenteuer am Persischen Golf ist zu Ende: Am Donnerstag schied der 19-jährige Sextner im Viertelfinale des ATP-500-Turniers in Dubai gegen den russischen Überflieger Aslan Karatsev aus.

Sinner (ATP 32) musste sich der Nummer 42 nach zweieinhalb Stunden mit 7:6 (5), 3:6, 2:6 geschlagen geben. Nach seiner grandiosen Vorstellung am Mittwoch gegen den Weltranglisten-11. Roberto Bautista Agut war der Südtiroler auch gegen Karatsev zu Beginn gut unterwegs, doch dann zeigte der Russe, warum er zurzeit einer der formstärksten Spieler der Welt ist und setzte sich schlussendlich verdient durch.


Karatsevs Werdegang ist ein kurioser: Anfang Februar war der Tennisprofi noch die Nummer 114 der Welt und hatte es bis dato nie in den Top 100 des ATP-Rankings geschafft. Doch dann platzte beim 27-Jährigen plötzlich in Melbourne der Knoten: Bei den Australian Open preschte Karatsev als Qualifikant in das Halbfinale des Grand-Slam-Turniers vor, wo er erst an Seriensieger und Branchenführer Novak Djokovic gescheitert ist. Seitdem präsentiert sich der Rechtshänder in einer famosen Form und steht im Weltranking auf dem 42. Platz.

Sinner zu Beginn stark
Nichtsdestotrotz begann Sinner bärenstark und brachte den Russen vor allem mit seinen gewaltigen Aufschlägen immer wieder in Bredouille. Der Sextner nutzte prompt eine Breakchance und zog auf 4:1 davon. Dann kam Karatsev aber immer besser ins Spiel und holte sich seinen verlorenen Service im spektakulären siebten Game zurück: Sinner wehrte zwar zwei Breakmöglichkeiten ab, bei der dritten Chance musste er den Punkt aber seinem Gegenüber überlassen. Es entwickelte sich ein sehenswerter Schlagabtausch der beiden Tennisprofis, der schließlich im Tiebreak entschieden wurde. Und hier hatte der Südtiroler nach über einer Stunde Spielzeit den längeren Atem.

Aslan Karatsev ist in überragender Form. © Social Media / ATP Dubai


Im zweiten Satz begann sich das Blatt langsam zu wenden. Nachdem Sinner im zweiten Game gleich vier Breakchancen abgewehrt hatte, verwandelte Karatsev die fünfte zum 2:0 und brachte den Satz anschließend problemlos unter Dach und Fach. Dem 19-jährigen Sinner merkte man immer mehr an, dass sein Sieg gegen Bautista Agut Spuren hinterlassen hat.
Müdigkeit und genialer Karatsev sorgen für Sinner-K.o.
Im dritten Satz bäumte sich der Südtiroler aber noch einmal richtig auf, holte sich ein verlorenes Aufschlagspiel prompt mit dem Re-Break zurück (1:1) und hatte beim Stand von 2:1 gleich zwei Break-Möglichkeiten auf dem Schläger. Doch Karatsev wehrte ab, glich zum 2:2 aus und zog dann davon. Der Überflieger aus Moskau spielte dabei großes Tennis, ließ Sinner laufen, setzte die Bälle immer haargenau an die Linie und brachte den Shootingstar so zum Verzweifeln. Im dritten Satz drehte sich Sinner einmal zu seiner Box um und zuckte mit den Schultern – mit der Botschaft: „Was soll ich denn da machen?“
Im Doppel out, nun nach Miami
Schlussendlich verwandelte Karatsev nach zweieinhalb Stunden seinen Matchball zum 6:2 und zieht somit ins Halbfinale ein, wo er auf seinen Landsmann Andrey Rublev trifft. Sinner hat in Dubai dagegen noch das Doppel-Viertelfinale mit Hubert Hurkacz aus Polen bestritten, musste sich aber dem Duo Ivan Dodig (CRO)/Filip Polasek (SVK) mit 6:3, 6:7(4), 2:10 geschlagen geben.

In der nächsten Woche ist Sinner beim Masters-1000-Turnier in Miami im Einsatz. Dank seines Viertelfinaleinzugs am Persischen Golf hat der Pusterer nicht nur ordentlich Selbstvertrauen getankt, sondern könnte mit den 90 gewonnenen Punkten auch in die Top 30 der Weltrangliste vorstoßen.

Autor: det

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